Lehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Luisa HofmannLehrergehälter: Bis zu 8.700 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland variieren stark – je nach Bundesland, Status und Erfahrung
Die Unterschiede bei den Lehrergehältern in Deutschland sind beträchtlich und hängen von Standort, Beschäftigungsverhältnis und Berufserfahrung ab. Die Kluft zwischen den best- und den am schlechtesten zahlenden Bundesländern beträgt fast 8.700 Euro pro Jahr. Diese Differenzen ergeben sich aus den bildungspolitischen Entscheidungen der Länder sowie regionalen Wirtschaftsstrukturen.
Im Jahr 2026 führt Schleswig-Holstein mit dem höchsten durchschnittlichen Lehrergehalt von 56.000 Euro brutto jährlich. Dicht gefolgt von Hamburg (54.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (54.000 Euro). Bayern, oft als Spitzenreiter bei den Gehältern wahrgenommen, liegt mit durchschnittlich 52.800 Euro pro Jahr nur auf Platz fünf.
Am unteren Ende der Skala zahlt Mecklenburg-Vorpommern am wenigsten – hier liegt das Durchschnittsgehalt bei 47.400 Euro. Auch Thüringen (48.400 Euro) und Sachsen-Anhalt (49.200 Euro) gehören zu den Schlüsslern. Diese Unterschiede bedeuten monatlich mehrere hundert Euro weniger auf dem Gehaltskonto.
Mehrere Faktoren verstärken die Ungleichheit Da das Bildungssystem in Deutschland Ländersache ist, gibt es unterschiedliche Gehaltsstrukturen. Zudem spielen der Beamtenstatus, die Schulform und die Besoldungsstufe eine entscheidende Rolle. Hinzu kommt, dass der Ost-West-Gehälterunterschied weiterhin besteht – bedingt durch geringere Verbeamtungsquoten und demografische Veränderungen in den ostdeutschen Bundesländern.
Die Daten zeigen eine deutliche Spaltung bei der Lehrerbesoldung in Deutschland. Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Hamburg zahlen deutlich mehr als die ostdeutschen Flächenländer. Solange die Bildungspolitik in der Hand der Länder bleibt, werden diese Gehaltsunterschiede voraussichtlich bestehen bleiben.






