Literarischer Abend feiert Israels Unabhängigkeit mit Amos Oz' Kibbuz-Geschichten
Anton WolfLiterarischer Abend feiert Israels Unabhängigkeit mit Amos Oz' Kibbuz-Geschichten
Ein literarischer Abend am 13. Mai begehnt Israels Unabhängigkeitstag mit einer Lesung aus Amos Oz’ Zwischen Freunden
Die vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva organisierte Veranstaltung widmet sich den Herausforderungen des Kibbuz-Lebens in den späten 1950er-Jahren. Heinz D. Haun trägt Auszüge aus dem Werk vor, begleitet von Musikern an Akkordeon und Cello.
Israel hatte am 14. Mai 1948 unter der Führung David Ben-Gurions seine Unabhängigkeit erklärt. Doch schon zuvor hatten sich im Land Kibbuzim – kollektive Siedlungen – etabliert. Diese Gemeinschaften strebten eine ideale Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum an, in der Gleichheit herrschte.
Amos Oz’ Zwischen Freunden beleuchtet die Spannungen innerhalb dieser Vision. Die Erzählung Esperanto handelt von Martin, einem Schuhmacher, der glaubt, eine universelle Sprache könne menschliche Konflikte beenden. Doch der Kibbuz-Traum stieß oft auf die Widerstände der menschlichen Natur, da sich viele gegen die ständige Unterordnung unter die Gruppe wehrten.
Beim anstehenden Abend liest Heinz D. Haun Esperanto, während Arne Meinhardt und Anaïs mit Live-Musik begleiten. Die Aufführung ehrt Israels 76. Unabhängigkeitstag und reflektiert über die Ideale und Realitäten der frühen Jahre.
Die Veranstaltung verbindet Literatur und Musik, um die Gründungszeit Israels zu revisitieren. Durch Oz’ Geschichten wird deutlich, wie die Kibbuzim ihre Mitglieder prägten – und umgekehrt. Der Abend findet einen Tag vor den offiziellen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag statt.






