22 April 2026, 08:05

Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 eine "Ohrfeige" für Lärmgeplagte

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Demonstration, mit Informationsschildern, Puppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 eine "Ohrfeige" für Lärmgeplagte

Janina Steinkrüger, die Umwelt- und Verkehrsdezernentin von Mainz, hat die Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Ereignis als eine "Ohrfeige" für die Anwohnerinnen und Anwohner der Rhein-Main-Region, die bereits seit Jahren unter übermäßigem Fluglärm leiden. Ihre Äußerungen lenken die Aufmerksamkeit auf die langjährigen Bedenken hinsichtlich des Flugverkehrs und seiner Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.

Steinkrüger sprach im Zusammenhang mit der Eröffnung von Terminal 3 von einer "Beerdigung für eine lärmgeplagte Region". Sie betonte, dass die Lärmbelastung in der Region seit Jahren unerträglich sei und die zulässigen Grenzwerte bei Weitem übersteige. Ihrer Meinung nach wurde das neue Terminal gebaut, um die Flugkapazitäten zu erhöhen – und verschärfe damit eine ohnehin schon prekäre Situation.

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Seit mehr als einem Jahrzehnt hatten die Flughafenbetreiber den Bau von Terminal 3 mit steigenden Passagier- und Flugzahlen begründet. Doch seit der Fertigstellung des Terminals stagnieren die Flugzahlen. Steinkrüger stellte infrage, ob das inzwischen geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet werde, und vermutet, dass die Betreiber nun den Fokus auf Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtverkehrs legen, um frühere Fehleinschätzungen zu kaschieren.

Sie wirft dem Flughafen vor, seine ursprünglichen Versprechen nicht eingelöst zu haben. Stattdessen hätten die Anwohnerinnen und Anwohner nur weitere Belastungen zu tragen – ohne die versprochenen Vorteile.

Die Eröffnung von Terminal 3 hat die Debatten über Lärmbelastung und Flughafenausbau neu entfacht. Steinkrügers Kritik unterstreicht die Kluft zwischen Prognosen und Realität und lässt die lokale Bevölkerung mit den Folgen zurück. Die Zukunft von Terminal 2 bleibt ungewiss, während die Region weiterhin mit den Auswirkungen des gestiegenen Flugaufkommens kämpft.

Quelle