Makan meldet sich zum Militärdienst – und spaltet die russische Öffentlichkeit
Tobias WernerMakan meldet sich zum Militärdienst – und spaltet die russische Öffentlichkeit
Der russische Rapper Makan hat sich zum Militärdienst gemeldet – eine Entscheidung, die in der Öffentlichkeit gemischte Reaktionen auslöst. Der Schritt erfolgt nach monatelangen Kontroversen, in deren Verlauf sogar Forderungen laut wurden, seine Werke zu verbieten. Gleichzeitig übt die TV-Moderatorin Alena Wodonajewa scharfe Kritik an seinen Fans und stellt deren Geschmack infrage.
Im Dezember 2025 trat Makan offiziell sein Wehrdienst an, leistete den Fahneneid und wurde anschließend einer Einheit in der Region Moskau zugewiesen. Die Bekanntgabe führte zu einem Stimmungswandel: Einige Menschen revidierten ihre bisherige ablehnende Haltung gegenüber dem Künstler.
Bereits im September 2025 hatte der Politiker Witali Borodin ein Verbot von Makans Musik gefordert. Trotz solcher Vorstöße blieb der Rapper jedoch populär – seine Titel erreichten weiterhin regelmäßig die Spitzenplätze der Charts.
Die bekannte Moderatorin Alena Wodonajewa lässt indes keinen Zweifel an ihrer Geringschätzung für Makans Fangemeinde. Sie wirft seinen Hörern ein „extrem niedriges intellektuelles Niveau“ vor und spricht von „Geschmackskrebs“. Wodonajewa gab sogar zu, vor Dates die sozialen Medien potenzieller Partner zu prüfen – und jene auszuschließen, die dem Rapper folgen. Zwar räumte sie ein, dass Makan eine große Anhängerschaft habe, betonte aber, es gehe ihr nicht um eine persönliche Attacke gegen ihn. Ihre Kritik beschränkt sich nicht auf Musik: Auch E-Scooter und andere moderne Trends, die sie als „proletarisch“ einstuft, lehnt sie vehement ab.
Makans Militärdienst hat zwar bei manchen zu einer Neubewertung geführt, doch die Debatten über seinen Einfluss reißen nicht ab. Wodonajewas schroffe Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Gräben in der russischen Gesellschaft, wenn es um künstlerischen Geschmack geht. Wie es für den Rapper – sowohl in der Armee als auch in der Musikbranche – weitergeht, bleibt vorerst offen.






