Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat drängt auf Entlassung
Tobias SeidelMatthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat drängt auf Entlassung
Matthias Hundt, Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, hat seinen Rücktritt zurückgenommen, nachdem er zunächst von seinem Amt zurücktreten wollte. Die Entscheidung folgt auf Frust über unbestätigte Gerüchte und das, was er als haltlose Vorwürfe gegen seine Person bezeichnete. Unterdessen prüfen die Behörden weiterhin seine geschäftlichen Aktivitäten.
Hundt hatte seinen Rücktritt zunächst eingereicht, diese Entscheidung später jedoch revidiert. Er begründete dies mit Wut über anhaltende Spekulationen und den Wunsch, sich gegen Vorwürfe zu wehren, die er als unbegründet ansieht. Trotz dieser Kehrtwende treibt der Berliner Senat sein Entlassungsverfahren weiter voran; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.
Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen Hundt im Zusammenhang mit der Insolvenz seiner Beratungsfirma SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Unabhängig davon prüft die Deutsche Rentenversicherung dasselbe Unternehmen auf möglicherweise nicht gezahlte Beiträge. Mit der insolventen Firma Humboldt Capture Germany GmbH steht Hundt in keiner Verbindung und trägt keine Verantwortung für deren Zusammenbruch.
Im Falle einer Entlassung stünde Hundt eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro zu. Diese Summe entspricht sechs Monatsgehältern als Staatssekretär. Das Entlassungsverfahren des Senats soll in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Die Ermittlungen zu Hundts geschäftlichen Tätigkeiten laufen derweil weiter. Seine Abfindung, sofern genehmigt, würde den üblichen Regelungen des öffentlichen Dienstes entsprechen.






