Mieterbund fordert Reform: Höhere Kosten für Besserverdiener nach Modernisierungen
Tobias WernerMieterbund fordert Reform: Höhere Kosten für Besserverdiener nach Modernisierungen
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat eine Reform der Berechnung von Mietsteigerungen nach Modernisierungsmaßnahmen gefordert. Axel Gedaschko kritisiert, dass die aktuellen Regeln alle Mieter gleichermaßen belasten – unabhängig von deren Einkommen. Stattdessen sollen einkommensstärkere Mieter einen größeren Anteil der Kosten für Aufwertungen wie energieeffiziente Heizsysteme tragen.
Nach dem bisherigen System können Vermieter die Kosten für Gebäudesanierungen gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko bemängelt, dass diese Praxis finanzielle Unterschiede ignoriert und Haushalte mit niedrigem wie hohem Einkommen gleichermaßen belastet.
Seine Lösung sieht ein gestaffeltes Zahlungsmodell vor: Mieter mit höherem Einkommen würden stärker an den Kosten für klimafreundliche Modernisierungen – etwa neue Heizungsanlagen – beteiligt. Ziel ist eine gerechtere Kostenverteilung, die gleichzeitig Anreize für energetische Sanierungen schafft.
Gedaschko drängt die Regierungskoalition zu raschem Handeln. Er betont, dass das Einkommen künftig stärker berücksichtigt werden müsse, wenn es um die Umlage von Modernisierungskosten geht. Der Vorschlag des Mieterbunds würde wohlhabendere Mieter stärker in die Pflicht nehmen. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte sich die Art und Weise ändern, wie Vermieter die Kosten für ökologische Aufwertungen zurückerhalten. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu dem Vorstoß geäußert.






