15 March 2026, 06:04

Nahverkehrs-Revolution im Markgräflerland: Neue Linien und dichtere Takte ab 2026

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter ein Bus und ein Lieferwagen, umgeben von Gebäuden mit Fenstern, Schildern, Strommasten mit Drähten und Ampeln unter einem bewölkten Himmel.

Nahverkehrs-Revolution im Markgräflerland: Neue Linien und dichtere Takte ab 2026

Landkreis Lörrach plant umfassende Reform des Nahverkehrsnetzes im Markgräflerland

Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Neugestaltung seines öffentlichen Nahverkehrs im Markgräflerland. Die geplante Umstrukturierung umfasst neue Linien, dichtere Takte und bessere Anbindungen an Basel. Über den aktualisierten Verkehrsplan und die Vergabeverträge für die Strecken wird im März 2023 abgestimmt.

Das überarbeitete System soll am 13. Dezember 2026 in Betrieb gehen und für fünf Jahre gelten. Die Linien 200 und 265 werden dann bis zum Basler Claraplatz verlängert, während die Linie 200 eine geänderte Route durch das Weil am Rheiner Stadtzentrum nehmen wird. Zudem verkehrt die Linie 255 künftig stündlich an Wochentagen und verbessert so die Verbindungen zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und der Kreisstadt Lörrach.

Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 4,45 Euro pro geplanten Kilometer, wobei die Zuschüsse bis 2027 auf rund 4,261 Millionen Euro steigen dürften. Ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus gilt als Favorit für den Zuschlag. Die Neukonzeption folgt auf einen Rückgang der Fahrgastzahlen um 12 Prozent in den vergangenen fünf Jahren – bedingt durch die Pandemie und den Trend zu Homeoffice.

Um die Auslastung zu steigern, müssen bis Dezember 2026 alle Kreisbusse mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet werden. Diese liefern Echtzeitdaten für eine bedarfsgerechte Taktung, Kapazitätsanpassungen und Serviceverbesserungen. Ziel ist es, die Fahrgastzahlen bis 2030 um 20 Prozent zu erhöhen.

Zudem soll das Netz übersichtlicher gestaltet, die Umsteigeoptionen optimiert und der Schülerverkehr besser in den Regelbetrieb integriert werden.

Die endgültige Beschlussfassung über den Vertrag und die Aktualisierung des Verkehrsplans erfolgt am 18. März 2023. Bei Zustimmung startet das neue System Ende 2026 mit dichteren Takten, erweiterten Linien und verbesserten Verbindungen nach Basel. Die Reform zielt darauf ab, den öffentlichen Nahverkehr effizienter und attraktiver für die Bürgerinnen und Bürger zu machen.

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