28 March 2026, 16:04

NATO stärkt Ostflanke mit Luftüberwachung gegen russische Drohnenangriffe

Blauer Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von vier Fahnen in verschiedenen Farben, mit der Aufschrift "NATO Joint Jet" in weißer Schrift.

NATO stärkt Ostflanke mit Luftüberwachung gegen russische Drohnenangriffe

Die NATO hat im Rahmen der Initiative "Eastern Sentry" ihre Luftüberwachung an der östlichen Flanke deutlich ausgebaut. Das Programm, das im September 2025 anlief, wurde als Reaktion auf die zunehmenden russischen Drohnen-Eindringversuche ins Leben gerufen und umfasst ein riesiges Gebiet von der Baltik bis zum Schwarzen Meer. Seit dem Start wurden die Einsätze von Kampfflugzeugen, Drohnen und Aufklärungssystemen kontinuierlich verstärkt; im März 2026 fanden großangelegte Manöver statt.

Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärkomitees, besuchte kürzlich am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein, um die Fortschritte zu begutachten. Im Mittelpunkt stand dabei, wie integrierte Luftverteidigung und multinationale Operationen die Abschreckung entlang der östlichen Bündnisgrenze stärken.

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Die Initiative "Eastern Sentry" begann als verstärkte Überwachungsmaßnahme für den Luftraum an der NATO-Ostflanke. Bis März 2026 hatte sie sich zu einer großangelegten Operation entwickelt, an der Kampfflugzeuge mehrerer Nationen beteiligt sind – darunter französische Mirage 2000D, deutsche Eurofighter Typhoons, spanische F/A-18 Hornets, rumänische F-16, italienische Eurofighter sowie türkische Bayraktar-TB3-Drohnen. Auch Aufklärungsplattformen wie AWACS spielten eine zentrale Rolle bei der Abwehr von Drohnen und bei großangelegten Übungen, die sich von Rumänien bis in die baltische Region erstreckten.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass die Initiative die Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft gestärkt habe. Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, betonte die Notwendigkeit, nationale Fähigkeiten an aktuelle und künftige Bedrohungen anzupassen. Das System basiert auf dem integrierten Luft- und Raketenabwehrrahmen der NATO, der Luftpolizei, ballistische Raketenabwehr und kontinuierliche Überwachung kombiniert, um das Bündnisgebiet zu schützen.

Admiral Cavo Dragone hob hervor, dass gegenseitiges Vertrauen und Zusammenhalt unter den Verbündeten die Widerstandsfähigkeit in der modernen Kriegsführung sicherten. Der Besuch in Ramstein unterstrich die Bedeutung der operativen Koordination – insbesondere gegen neue Bedrohungen wie Einweg-Angriffsdrohnen. Konzepte wie Agile Combat Employment und entsprechende Trainingsmaßnahmen bleiben entscheidend, um die Einsatzbereitschaft des Bündnisses zu gewährleisten.

Die Initiative "Eastern Sentry" ist mittlerweile ein zentraler Bestandteil der NATO-Verteidigungsstrategie an der östlichen Flanke. Mit dem Ausbau von Kampfflugzeugen, Drohnen und Aufklärungssystemen zielt das Programm darauf ab, die Zusammenarbeit zu verbessern und sich gegen sich wandelnde Bedrohungen zu wappnen. Laufende Übungen und integrierte Luftverteidigungsfähigkeiten werden auch künftig eine entscheidende Rolle für die Sicherheit in der Region spielen.

Quelle