NKR fordert einfachere Baustandards gegen Wohnungsmangel und hohe Kosten
Tobias WernerNKR fordert einfachere Baustandards gegen Wohnungsmangel und hohe Kosten
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat die Bundesregierung aufgefordert, Baustandards zu vereinfachen, um den steigenden Baukosten und dem anhaltenden Wohnungsmangel entgegenzuwirken. Der Vorschlag erfolgt im Vorfeld eines Entwurfes für das neue Gebäudetyp-E-Gesetz, das in den kommenden Monaten vom Bundesjustizministerium erwartet wird.
Im Dezember hatten Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) die Eckpunkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag vorgestellt. Der NKR schlägt nun vor, Bauträgern und Bauunternehmen die Wahl zwischen drei Standards zu ermöglichen: Basis-, Mittelklasse- oder Premiumausführung.
NKR-Präsident Lutz Goebel betont, dass alle aktuellen Bauvorschriften überprüft werden müssten, um die Kosten zu senken. Nach dem Vorschlag würde der „Basisausführungsstandard“ zur Standardoption. Aufwertungen wären nur in Richtung höherwertiger Spezifikationen zulässig, nicht jedoch Abstriche.
Der NKR strebt an, die Bundesregierung während der Ausarbeitung der neuen Gesetzgebung fachlich zu beraten. Ziel ist es, die finanzielle Belastung für Bauherren zu verringern, ohne dabei wesentliche Standards zu gefährden.
Das Bundesjustizministerium wird in Kürze einen Entwurf für das Gebäudetyp-E-Gesetz vorlegen. Sollten die Änderungen angenommen werden, erhalten Bauträger mehr Flexibilität bei der Erfüllung der Baustandards. Der Schritt könnte dazu beitragen, die steigenden Kosten und die Nachfrage nach Wohnraum im Land zu bewältigen.






