17 March 2026, 08:04

NRW-Polizei nimmt "PS-Influencer" mit harten Maßnahmen ins Visier

Polizeifahrzeuge vor einem Gebäude mit Menschen auf der linken Seite, Bäumen und einer Brücke im Hintergrund sowie vier Hubschraubern am Himmel.

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Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen "PS-Influencer" vor

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verschärfen das Vorgehen gegen sogenannte "PS-Influencer", die sich beim Rasen filmen und die Videos anschließend online verbreiten. Diese Influencer organisieren illegale Treffen, die häufig zu rücksichtslosem Fahren und Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen. Nun hat die Polizei strengere Maßnahmen eingeführt, um solche Veranstaltungen von vornherein zu unterbinden.

Mit dem neuen Ansatz können Beamte offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencer sogar per Ordnungsrecht von bestimmten Gebieten ausschließen. Die Polizei wird deren Online-Kanäle gezielt überwachen, um frühzeitig Hinweise auf geplante Treffen zu erkennen. Wird ein nicht genehmigtes Tuning- oder Renn-Event gemeldet, folgt eine großangelegte Reaktion – unter anderem mit Hubschraubern oder Drohnen zur Beweissicherung.

Um zu verhindern, dass die Organisatoren der Verfolgung entgehen, arbeiten die Behörden eng mit den Polizeikräften in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden zusammen. Diese grenzüberschreitende Kooperation soll verhindern, dass die Influencer ihre Events einfach in andere Länder verlegen. Trotz dieser Bemühungen wurden zwischen Januar 2024 und März 2026 jedoch keine bekannten Influencer der Region offiziell wegen Beteiligung an illegalen Straßenrennen verwarnt oder identifiziert.

Die Treffen ziehen oft große Menschenmengen an, was das Risiko von Unfällen und öffentlichen Rüstörungen erhöht. Die Polizei wird zudem Teilnehmer bereits auf dem Weg zu den Veranstaltungen abfangen, um die Beteiligung und damit verbundene Störungen zu verringern.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen frühzeitige Interventionen und die Beweissicherung, um gefährliche Fahrmanöver zu unterbinden. Durch die Überwachung der Online-Aktivitäten und die Abstimmung mit den Nachbarländern wollen die Behörden illegale Treffen bereits im Vorfeld verhindern. Bisher gab es zwar keine offiziellen Verfahren gegen Influencer, doch die neue Strategie zeigt: Die Behörden gehen das Problem nun mit größerer Härte an.

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