Oberasbach erhöht Grundsteuer drastisch – Eigentümer zahlen mehr für Haushaltssanierung
Luisa HofmannOberasbach erhöht Grundsteuer drastisch – Eigentümer zahlen mehr für Haushaltssanierung
Oberasbach beschließt drastische Erhöhung der Grundsteuer zur Haushaltssanierung
Der Stadtrat von Oberasbach hat einer deutlichen Anhebung der Grundsteuer zugestimmt, um die angespannte Haushaltslage zu entschärfen. Nach monatelangen hitzigen Debatten über Ausgaben und Prioritäten wurde der Haushalt für 2026 endlich verabschiedet. Beamte hatten gewarnt, dass weitere Verzögerungen dringende Bauvorhaben gefährdet hätten – darunter die Erweiterung der Pestalozzi-Schule.
Die Beratungen zum Haushalt hatten bereits im Dezember 2025 begonnen. Bis Ende Februar 2026 waren die meisten Punkte geklärt, doch ein letzter Kürzungsbeschluss Mitte März strich die geplante Sanierung der Jahnhalle-Turnhalle. Die Verwaltung hatte Mühe, die laufenden Betriebskosten zu decken, und musste daher Rücklagen aufbrauchen sowie Investitionskredite aufnehmen.
Der Rat einigte sich schließlich auf eine Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer B auf 690 Punkte. Die Erhöhung betrifft sämtliche bebauten und bebaubaren Grundstücke in Oberasbach, während landwirtschaftliche Flächen und Wälder ausgenommen bleiben. Für Eigentümer bedeutet dies spürbar höhere Abgaben.
Die Verantwortlichen betonten, der Steuersprung sei unverzichtbar, um die kommunalen Finanzen zu stabilisieren. Ohne ihn hätten zentrale Projekte stillgelegt werden müssen. Auf externe Hilfen verzichtet die Stadt bewusst – Oberasbach erfüllt nicht die Voraussetzungen für Landesrettungsschirme aus München.
Die neuen Maßnahmen sollen die Finanzierung laufender Bauvorhaben sichern und weitere Haushaltsbelastungen abwenden. Die Last tragen dabei die Grundstückseigentümer, während die Stadt auf fremde Unterstützung verzichtet. Mit dem Beschluss endet eine monatelange Haushaltsstreit – doch einige geplante Sanierungen wurden gestrichen.






