Osterreisen 2024: Deutsche Bahn profitiert von Rekordnachfrage durch hohe Spritpreise
Anton WolfOsterreisen 2024: Deutsche Bahn profitiert von Rekordnachfrage durch hohe Spritpreise
Deutsche Bahn verzeichnet starken Anstieg der Osterreise-Buchungen – viele Urlauber steigen auf die Bahn um
Die Deutsche Bahn erlebt einen deutlichen Anstieg bei Buchungen für Osterreisen, da viele Urlauber statt des Autos auf die Bahn umsteigen. Die stark gestiegenen Spritpreise zwingen zahlreiche Reisende, ihre Pläne zu ändern – mehr als ein Drittel hat seine Reisen bereits reduziert. Der Bahnkonzern reagiert nun mit zusätzlichen Verbindungen, um die unerwartet hohe Nachfrage zu bedienen.
Der Buchungsboom fällt mit den weiter steigenden Benzinpreisen zusammen, die auf den anhaltenden Iran-Konflikt und Ölknappheit zurückzuführen sind. Über ein Drittel der Befragten (36 %) hat wegen der hohen Spritkosten seine Osterreisen gekürzt. Stattdessen entscheiden sich viele für die Bahn, insbesondere auf Langstrecken.
Besonders stark nachgefragt sind Strecken wie Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln. Auf den Hauptreisetagen – Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag – sind die Züge nahezu ausgebucht. Bei einigen Fernverbindungen liegt die Nachfrage sogar mehr als 10 Prozent über den ursprünglichen Prognosen.
Um den Andrang zu bewältigen, wird die Deutsche Bahn ab diesem Wochenende das Angebot ausweiten. Zusätzliche Züge verkehren zu beliebten Zielen wie Sylt, den Schwarzwald und den Bodensee. Vorstandschefin Evelyn Palla begrüßt die hohen Buchungszahlen als "positiven Trend für den Schienenverkehr".
Der Osterreise-Boom führt zu gut gefüllten Zügen und einem erweiterten Angebot. Mit den zusätzlichen Kapazitäten will die Deutsche Bahn die Auslastung auf stark frequentierten Strecken entzerren. Angesichts der weiterhin hohen Spritpreise dürften künftig noch mehr Urlauber auf die Bahn umsteigen.






