Panter-Preis 2026 ehrt mutige Grassroots-Medien mit klarem Signal für Pressefreiheit
Anton WolfPanter-Preis 2026 ehrt mutige Grassroots-Medien mit klarem Signal für Pressefreiheit
Der Panter-Preis 2026 ehrt grassroots-Medien unter dem Motto Unabhängig. Kritisch. Widerstandsfähig. In diesem Jahr steht die Auszeichnung für kleine, gemeindegetragene Medienprojekte in ganz Deutschland im Fokus. Die Preisträger werden während der Hamburger Woche der Pressefreiheit im Oktober bekannt gegeben.
Sieben unabhängige Medieninitiativen sind für den Preis nominiert. Dazu gehört RUMS, ein 2020 in Münster gegründetes Medium, das sich auf investigativen Journalismus spezialisiert hat und durch Workshops und Veranstaltungen die lokale Teilhabe fördert.
Ebenfalls dabei ist Radio CORAX, das seit dem Jahr 2000 mit fast 170 Sendungen und über 400 Mitwirkenden auf Sendung ist. Ein weiterer Nominierter, Radio Connection, betreibt seit 2019 ein mobiles Studio in Berlin-Marzahn und produziert wöchentlich ein mehrsprachiges Radioprogramm. Die Studentenzeitung UnAufgefordert erscheint seit 1989 in ehrenamtlicher Arbeit.
Auf der Liste steht zudem der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, die seit 1968 erscheint. nah:dran – Medien für alle widmet sich der Medienbildung für Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen. Den Kreis der Nominierten schließt Berndt Media Publishing ab, das in den Regionen Rhein und Ruhr kostenlose Kultur- und Kinomagazine herausgibt.
Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis beginnt am 8. Juni und endet am 27. Juni 2026. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg statt.
Der Panter-Preis würdigt Medien, die außerhalb der etablierten Strukturen arbeiten. Das Motto 2026 unterstreicht die Bedeutung von Widerstandsfähigkeit und kritischer Berichterstattung im lokalen Journalismus. Die Sieger werden durch eine Kombination aus Jury-Entscheid und Publikumsvote ermittelt.






