04 April 2026, 10:04

Pharmazie-Fonds wächst kräftig – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Plakat mit dem Titel "Prescription Drug Costs Under the Biden-Harris Administration" mit Text und Logo.

Pharmazie-Fonds wächst kräftig – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Der Pharmazie-Dienstleistungsfonds (pDL) verzeichnet im dritten Quartal ein kräftiges Wachstum – die Einnahmen übersteigen die Ausgaben deutlich. Fast 35 Millionen Euro flossen in den Fonds, sodass nach Abzug der Verwaltungskosten noch über 548 Millionen Euro verfügbar bleiben. Unterdessen prüft das Bundesgesundheitsministerium (BMG), eine Abgabe von 20 Cent pro Packung umzuwidmen, um stattdessen Notdienstleistungen von Apotheken zu finanzieren.

Im dritten Quartal schüttete der pDL 11,3 Millionen Euro aus – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein Anstieg um 55 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt reichten 8.777 Apotheken in diesem Zeitraum Abrechnungen ein.

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Besonders stark stieg die Nachfrage nach Patientenservices. Die erweiterte Polymedikationsberatung für Patient:innen mit fünf oder mehr Medikamenten erreichte 78.949 Personen – ein Zuwachs von 69 Prozent im Jahresvergleich und 21 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Die Anleitung zur korrekten Inhalatornutzung erhielten 91.274 Patient:innen, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, allerdings 16 Prozent weniger als im vorherigen Quartal. Auch die standardisierten Risikobewertungen bei Bluthochdruck nahmen zu: 44.527 wurden durchgeführt – ein Plus von 43 Prozent im Jahresvergleich und 13 Prozent mehr als im letzten Quartal.

Trotz des anhaltenden Wachstums des Fonds bleibt seine Zukunft ungewiss. Die Apothekenreform wirft Fragen zur Verwendung der angesammelten Rücklagen auf. Zudem liegen keine aktualisierten Daten zu Inhalator-Schulungen und Polymedikationsberatungen aus dem Notdienstfonds der Apotheken vor, seit die neuen Abrechnungsregeln gelten.

Die finanzielle Stärke des pDL bleibt bestehen – die Einnahmen liegen weiterhin deutlich über den Auszahlungen. Sollte der Vorschlag des BMG umgesetzt werden, könnte die Umwidmung der 20-Cent-Abgabe die Finanzierung von Apothekennotdiensten neu gestalten. Die Auswirkungen auf bestehende Programme und die Rücklagen hängen letztlich von den finalen Beschlüssen zur Apothekenreform ab.

Quelle