25 May 2026, 02:04

Pläne für Elterngeld-Kürzung lösen massive Kritik aus – bis zu 350 Millionen Euro betroffen

Ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Pläne für Elterngeld-Kürzung lösen massive Kritik aus – bis zu 350 Millionen Euro betroffen

Elterngeld in Deutschland: Scharfe Kritik an geplanten Kürzungen von bis zu 350 Millionen Euro

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Die deutschen Leistungen für Elternzeit könnten drastisch gekürzt werden, da die Bundesregierung ihre Ausgaben reduzieren will. Medienberichten zufolge plant Familienministerin Karin Prien (CDU), rund 350 Millionen Euro aus dem Programm zu streichen. Der Vorstoß hat bereits heftige Kritik von Politiker:innen und Familienverbänden ausgelöst.

Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) warnte, dass Kürzungen beim Elterngeld die ohnehin schon rekordtiefen Geburtenzahlen in Deutschland – die niedrigsten seit 1946 – weiter verschärfen würden. Sie betonte, dass die Zahlungen eine doppelte Funktion erfüllten: Sie entlasteten Familien und erleichterten es Eltern, insbesondere Müttern, schneller in den Beruf zurückzukehren. Aktuell beziehen 74 Prozent der Empfänger:innen Frauen – ein Missverhältnis, das Giffey als Beleg für die Notwendigkeit einer Reform sieht, um die Care-Arbeit gerechter zwischen den Partnern zu verteilen.

Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die geplanten Kürzungen als ein „katastrophales Signal“ für Familien. Stattdessen fordert sie stärkere Anreize, etwa höhere Mindestzahlungen und eine Ausweitung der Partnerschaftsmonate, um eine gleichberechtigte Aufteilung der Elternzeit zu fördern. Altenkamp wies darauf hin, dass die Lohnersatzleistung des Staates seit ihrer Einführung 2007 kaum angepasst wurde.

Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, positionierte sich gegen die möglichen Streichungen. Seine Kritik verstärkt die wachsende Debatte darüber, ob eine Verringerung der finanziellen Unterstützung für junge Eltern diese in einer ohnehin schon angespannten wirtschaftlichen Lage zusätzlich belasten würde.

Die geplante Kürzung des Elterngelds um 350 Millionen Euro stößt bei Politiker:innen und Familienverbänden auf scharfen Widerstand. Angesichts des historischen Tiefstands bei der Geburtenrate warnen Kritiker:innen, dass solche Einschnitte die ohnehin schon schwierige Situation berufstätiger Eltern weiter verschärfen und den demografischen Druck erhöhen könnten.

Quelle