23 April 2026, 12:09

Polizist rät Frauen zu Beziehungsverzicht – und löst Shitstorm aus

Grafik, die die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Polizist rät Frauen zu Beziehungsverzicht – und löst Shitstorm aus

Ein hoher Polizeibeamter hat mit einer umstrittenen Aussage für Aufsehen gesorgt, nachdem er Frauen geraten hatte, auf Beziehungen mit Männern zu verzichten. Dirk Peglow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Kriminalbeamten (GdK), begründete seine Äußerung mit steigenden Kriminalitätszahlen. Seine Worte lösten scharfe Reaktionen aus – von Empörung bis hin zu spöttischem Gelächter einer bekannten TV-Moderatorin.

Peglow äußerte sich im Zusammenhang mit den jüngsten Polizeistatistiken, die einen Anstieg von Vergewaltigungen und Sexualstraftaten zeigen. Er argumentierte, dass Frauen in Beziehungen mit Männern einem erhöhten Risiko psychischer oder körperlicher Gewalt ausgesetzt seien. Zwar stützte er seine Position mit Daten, betonte später jedoch, er habe keine pauschale Warnung aussprechen oder alle Männer unter Generalverdacht stellen wollen.

Seine Aussagen verbreiteten sich rasant in den sozialen Medien, wo Kritiker ihm "Gehirnwäsche", "Gesellschaftsspaltung" und "Männerhass" vorwarfen. Die Bild-Zeitung forderte Peglow zu einer Stellungnahme auf, doch dieser blieb bei seiner Meinung. Wer unangenehme Statistiken über Männer nicht akzeptieren könne, gehöre "selbst zum Problem", fügte er hinzu.

Seine Haltung erinnert an Thesen feministischer Autorinnen wie Emilia Roig, Beatrice Frasl oder Pauline Harmange. Studien legen nahe, dass Beziehungen mit Männern sich negativ auf die Gesundheit, das Stresslevel und die finanzielle Sicherheit von Frauen auswirken können. Zudem tragen viele Frauen nach wie vor den Großteil der Hausarbeit, emotionalen Care-Arbeit und Kindererziehung.

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Während einer Ausgabe des heute journal lachte Moderatorin Dunja Hayali sichtbar auf, als Peglows Rat erwähnt wurde.

Die Debatte über seine Äußerungen hält an: Einige unterstützen seine datengestützte Warnung, andere verurteilen sie als spaltend. Seine Aussage hat die Diskussion über Geschlechterdynamiken, Beziehungsrisiken und die Interpretation von Kriminalstatistiken neu entfacht. Die Reaktionen von Prominenten und in sozialen Medien deuten darauf hin, dass das Thema noch länger für Gesprächsstoff sorgen wird.

Quelle