17 June 2026, 16:49

Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abgas-Software zurück

Porsche schätzt Schaden durch Audi-Motoren auf 200 Millionen Euro

Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abgas-Software zurück

Porsche hat in Europa rund 22.000 Dieselmodelle des Cayenne wegen illegaler Software in den Motoren zurückgerufen. Das Problem geht auf von Audi gelieferte Dieselmotoren zurück, die mit betrügerischen Abschalteinrichtungen ausgestattet sind. Erste Schätzungen beziffern den finanziellen Schaden auf 200 Millionen Euro.

Die betroffenen Porsche-Fahrzeuge sind mit Dieselmotoren von Audi ausgestattet. Porsche stellt keine eigenen Selbstzünder her, sondern bezieht die Aggregate von der Schwesterfirma. Der Rückruf wurde durch die Entdeckung illegaler Software ausgelöst, die dazu dient, Abgastests zu manipulieren.

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Porsche hat bereits ein korrigierendes Software-Update für die Fahrzeuge entwickelt. Die Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) steht jedoch noch aus. Bis dahin bleibt der Rückruf bestehen.

Die geschätzten 200 Millionen Euro Schaden umfassen Kosten für die Fahrzeug-Updates, Rechtsstreitigkeiten sowie Entschädigungen für Kunden – darunter Mietwagen für betroffene Besitzer und Wertminderungen bei geleasten Porsche-Modellen. Die endgültige Summe könnte sich noch ändern, sobald der Rückruf abgeschlossen ist.

Porsches Finanzvorstand Lutz Meschke hatte zuvor angedeutet, dass das Unternehmen von Audi Schadensersatz fordern werde, falls die Motoren als fehlerhaft eingestuft würden. Audi hat nun bestätigt, die Kosten für Porsche zu übernehmen, wobei die genaue Höhe erst nach Abschluss des Rückrufs feststeht.

Von dem Rückruf sind Dieselvarianten des Cayenne in ganz Europa betroffen. Porsche wird das genehmigte Software-Update umsetzen, sobald die behördliche Freigabe vorliegt. Audis Entschädigung deckt die finanziellen Auswirkungen auf Porsche ab – einschließlich aller Rückrufkosten und Kundenentschädigungen.

Quelle