Reifenhersteller erhöhen Preise wegen explodierender Rohstoffkosten ab 2017
Tobias SeidelReifenhersteller erhöhen Preise wegen explodierender Rohstoffkosten ab 2017
Führende Reifenhersteller erhöhen die Preise als Reaktion auf stark gestiegene Rohstoffkosten. Die Erhöhungen, die zwischen vier und neun Prozent liegen, treten Anfang 2017 in Kraft. Unternehmen wie Hankook, Pirelli, Goodyear und Continental haben alle Anpassungen ihrer Preissysteme bestätigt.
Die Preisanhebungen sind eine Folge des deutlichen Anstiegs der Kautschukkosten, der die Hersteller unter finanziellen Druck setzt. Continental rechnet allein in diesem Jahr mit einer zusätzlichen Belastung von 500 Millionen Euro aufgrund höherer Beschaffungskosten. Frank Biller, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), wies darauf hin, dass die Hersteller die Preise anpassen müssten, um ihre Gewinnmargen zu schützen.
Hankook wird ab dem 1. April 2017 eine Erhöhung von vier bis fünf Prozent umsetzen. Pirellis Preise steigen um bis zu neun Prozent, während Goodyear seine Preise bereits ab dem 1. März um bis zu acht Prozent angehoben hat. Die ersten Anpassungen betreffen vor allem Händler, doch auch Verbraucher müssen sich bald auf höhere Kosten einstellen.
Trotz der steigenden Materialkosten bleibt die Branche optimistisch. Eine starke Marktnachfrage und der Boom bei SUV-Verkäufen sorgen weiterhin für Wachstum und mildern so einen Teil der finanziellen Belastung durch die Preiserhöhungen ab.
Die jüngsten Preisanpassungen spiegeln die größeren Herausforderungen der Reifenindustrie wider. Händler und Verbraucher werden bald mit höheren Kosten konfrontiert, da die Hersteller die gestiegenen Kautschukpreise weitergeben. Die Maßnahmen erfolgen, während die Unternehmen versuchen, Rentabilität und anhaltendes Marktwachstum in Einklang zu bringen.






