Revolutionäre Photoreaktor-Paneele machen grünen Wasserstoff günstiger und einfacher
Anton WolfRevolutionäre Photoreaktor-Paneele machen grünen Wasserstoff günstiger und einfacher
Photreon, ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), hat neue Photoreaktor-Paneele für die grüne Wasserstoffproduktion entwickelt. Die Technologie nutzt Sonnenlicht, um Wasser direkt in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten – und senkt so die Kosten sowie den Aufwand im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren.
Das Unternehmen setzt auf Photokatalyse, einen Prozess, bei dem Licht eine chemische Reaktion auslöst, die Wasser in seine Bestandteile zerlegt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit separater Photovoltaikmodule und Elektrolyseure, was sowohl die Komplexität als auch die Ausgaben verringert.
Der ein Quadratmeter große Prototyp ist für die kostengünstige Massenproduktion konzipiert und besteht aus preiswerten Materialien. Seine modulare Bauweise ermöglicht eine Skalierung für verschiedene Anwendungen – von kleinen, dezentralen Projekten bis hin zu großen Solarfarmen.
Unternehmen können die Paneele direkt vor Ort einsetzen, um ihren eigenen Wasserstoffbedarf zu decken, ohne auf eine Netzinfrastruktur angewiesen zu sein. Die Technologie eignet sich besonders für Regionen mit starker Sonneneinstrahlung und lässt sich so auch für großflächige Solarenergieprojekte nutzen.
Das Herzstück der Photreon-Paneele bildet ein patentiertes photokatalytisches System, das am KIT entwickelt wurde. Allein durch Sonnenlicht wird die Wasserspaltungsreaktion angetrieben – eine direkte und effiziente Methode zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.
Die neuen Photoreaktor-Paneele bieten ein einfacheres und kostengünstigeres Verfahren zur Wasserstoffgewinnung. Durch die Kombination von Sonnenlicht und Wasser entfällt der Bedarf an zusätzlicher Ausrüstung und Netzanbindungen. Dies könnte den Zugang zu sauberem Wasserstoff – sowohl für kleine als auch für großindustrielle Nutzer – deutlich erleichtern.






