20 April 2026, 14:12

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Medien-Deal

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Szene.

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen – Kartellamt prüft Medien-Deal

Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen durch eine große Übernahme ausbauen. Anfang März kündigte der Verlag an, mehrere westfälische Zeitungen sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen. Der Schritt folgt einem wachsenden Trend zur Konsolidierung in der deutschen Medienlandschaft.

Sollte der Deal genehmigt werden, würde die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen. Die Prüfung obliegt nun dem Bundeskartellamt, das solche Fusionen anhand ihrer Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbewirtschaft bewertet.

Das Kartellamt untersucht jedoch nicht, wie Medienübernahmen die journalistische Vielfalt oder redaktionelle Unabhängigkeit beeinflussen könnten. Dieser begrenzte Fokus rückt zunehmend in den Blick, während die Branche zu weniger, aber größeren Medienkonzernen tendiert. Die Übernahme der westfälischen Titel spiegelt diesen übergeordneten Trend wider und verringert die Zahl unabhängiger lokaler Verlage weiter.

Nach der Finalisierung wird die Übernahme die Vorherrschaft der Rheinischen Post im nordrhein-westfälischen Zeitungssektor festigen. Die Entscheidung basiert auf Wettbewerbsregeln, nicht auf Bedenken hinsichtlich Medienpluralismus. Das Ergebnis wird die Presselandschaft der Region für die kommenden Jahre prägen.

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