08 April 2026, 06:04

Rheinmetall und Boeing bieten MQ-28 Ghost Bat als Drohnenlösung für die Luftwaffe an

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat, das eine Formation von Kampfflugzeugen im Flug zeigt.

Rheinmetall und Boeing bieten MQ-28 Ghost Bat als Drohnenlösung für die Luftwaffe an

Rheinmetall und Boeing schlagen MQ-28 Ghost Bat als Drohnenlösung für die Luftwaffe vor

Rheinmetall hat sich mit Boeing zusammengeschlossen, um die Drohne MQ-28 Ghost Bat als mögliche Lösung für die deutsche Luftwaffe anzubieten. Die Partnerschaft folgt auf frühere Gespräche mit führenden US-Rüstungskonzernen und steht im Kontext der anhaltenden Debatten über die künftigen Drohnenanforderungen Deutschlands. Das Bundesministerium der Verteidigung hat sich jedoch bis zur formalen Genehmigung des Projekts nicht zu den Plänen geäußert.

Die Zusammenarbeit wurde bekannt gegeben, nachdem Rheinmetall im August 2025 Verhandlungen mit Boeing und Lockheed Martin geführt hatte. Laut Vereinbarung übernimmt Rheinmetall in Deutschland die Rolle des Systemintegrators und zeichnet für die Anpassung und nationale Einbindung der MQ-28 verantwortlich. Die Drohne, die bereits in über 150 Testflügen erprobt wurde, ist für den Einsatz mit verbündeten Streitkräften konzipiert und kann in Hochrisikogebieten gemeinsam mit bemannten Flugzeugen operieren.

Die MQ-28 Ghost Bat verfügt über ein modulares Design, das sie für verschiedene Einsatzszenarien flexibel macht. Ihre Fähigkeit, mit bemannten Plattformen zusammenzuarbeiten, macht sie zu einem vielseitigen Asset in umkämpftem Luftraum. Rheinmetalls Schritt folgt auf frühere Äußerungen von Vorstandschef Armin Papperger, der angedeutet hatte, Deutschland könnte etwa 400 Collaborative Combat Aircraft (CCA) benötigen. Diese Aussagen stießen jedoch auf Kritik, insbesondere nach seinen Bemerkungen zur ukrainischen Drohnenindustrie.

In einer separaten Stellungnahme bekundete Rheinmetall Respekt für die ukrainischen Bemühungen im Kampf gegen die russische Aggression. Das Unternehmen brachte die MQ-28-Initiative zwar nicht direkt mit Pappergers Aussagen in Verbindung, betonte aber das Potenzial der Drohne, die Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands zu stärken.

Das Bundesministerium der Verteidigung hat bisher keine konkreten Beschaffungspläne für die MQ-28 bestätigt. Bevor weitere Schritte eingeleitet werden können, ist eine parlamentarische Zustimmung erforderlich. Sollte die Drohne ausgewählt werden, könnte sie eine zentrale Rolle bei der Modernisierung der unbemannten Kampfsysteme der Luftwaffe spielen.

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