Sabotage-Vorwürfe: MindsEye-Entwickler will mit DLC Beweise liefern
Tobias SeidelSabotage-Vorwürfe: MindsEye-Entwickler will mit DLC Beweise liefern
Leslie Benzies, Gründer von Build a Rocket Boy, hat wiederholt behauptet, dass Sabotageakte die Entwicklung des Debütspiels des Studios, MindsEye, vereitelt hätten. Seit dem problematischen Release im Jahr 2021 macht er angebliche Industriespionage und gezielte Behinderungen für die Mängel des Spiels verantwortlich. Nun kündigt Benzies an, dass eine bevorstehende DLC-Mission mit dem Titel Blacklist diejenigen entlarven werde, die seiner Meinung nach dafür verantwortlich sind.
MindsEye erschien im Juli 2021 und erntete Kritik an seinem Kampfsystem und der Erzählweise. Bereits kurz nach dem Release gab Benzies Saboteuren die Schuld an den Problemen des Spiels – ohne jedoch zu diesem Zeitpunkt öffentliche Beweise vorzulegen. Auch der Debüt-Trailer, untermalt mit dem Lied Mad World, ließ bei manchen Spielern den Eindruck entstehen, das Spiel wirke veraltet.
Bis Februar 2022 kündigte Benzies an, die Vorwürfe direkt aufzugreifen. Er enthüllte, dass Blacklist, eine anstehende DLC-Mission, "einige dieser Namen in unsere kommende Spionagemission einbauen" und der Community Beweise präsentieren werde. Einen Monat später behauptete er, es gebe "erdrückende Beweise" für organisierte Spionage und gezielte Sabotage durch Konkurrenzunternehmen.
Laut Benzies laufen weiterhin Ermittlungen, an denen Behörden sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den USA beteiligt seien. Er deutete zudem an, dass es zu Festnahmen kommen könnte, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Der Publisher des Spiels, IO Interactive, hat sich jedoch von den Anschuldigungen des Studios distanziert. Seit dem Release von MindsEye gab es keine offizielle Stellungnahme von IO Interactive zu den Sabotagevorwürfen.
Die Blacklist-Mission soll Spielern Benzies' Beweismaterial für die angebliche Sabotage präsentieren. Obwohl er nach wie vor von seinen Behauptungen überzeugt ist, gibt es bisher weder öffentliche Anklagen noch offizielle Bestätigungen. Die Vorwürfe des Studios bleiben damit ohne direkte Unterstützung durch den Publisher oder externe Behörden.






