Satelliten sollen Deutschlands Mobilfunknetz in abgelegenen Regionen revolutionieren
Anton WolfSatelliten sollen Deutschlands Mobilfunknetz in abgelegenen Regionen revolutionieren
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um die Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Regionen zu verbessern. Mit neuen Partnerschaften mit anbieterbasierten Raumfahrtunternehmen sollen Lücken geschlossen werden, in denen herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen. Die Initiative umfasst zudem Pläne für Notfallkommunikation in Krisenzeiten.
O2 Telefónica kooperiert mit dem europäischen Satellitenunternehmen OQ Technology, um die mobile Konnektivität auszubauen. Erste Tests sollen Anfang 2027 in Mecklenburg-Vorpommern starten. OQ Technology, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, nutzt europäische Cloud-Dienste und plant, ab 2023 fortschrittliche Satelliten zu starten, die bidirektionale Kommunikation ermöglichen.
Bis Ende 2027 will das Unternehmen 48 Satelliten im Orbit haben, mit dem langfristigen Ziel von 150 Satelliten bis 2028 oder 2029. Diese Erweiterung würde eine durchgehende Abdeckung ermöglichen und datenintensive Anwendungen unterstützen.
Unterdessen hat Vodafone eine Partnerschaft mit AST SpaceMobile geschlossen, um satellitengestützte Mobilfunkdienste in Deutschland zu entwickeln. Auch die Deutsche Telekom arbeitet mit Starlink zusammen und plant, ab 2028 in abgelegenen Gebieten satellitenunterstützten Mobilfunkempfang einzuführen.
Die Satellitenverbindungen sollen bestehende Netze ergänzen und gleichzeitig als Backup bei Naturkatastrophen oder anderen Notfällen dienen, wenn die Bodeninfrastruktur ausfällt.
Der Vorstoß zu satellitengestützten Mobilfunknetzen markiert einen Wandel in der Herangehensweise deutscher Telekommunikationsanbieter an die Versorgung entlegener Gebiete. Mit mehreren Partnerschaften, die nun stehen, sind Verbesserungen bei der Abdeckung und zusätzliche Notfallkommunikationsoptionen in den kommenden Jahren zu erwarten. Die Expansion stützt sich dabei auf europäische und internationale Satellitenbetreiber, um die wachsende Nachfrage zu bedienen.






