"Scientology-Speedrun"-Trend löst Einbruchswelle in deutschen Zentren aus
Anton Wolf"Scientology-Speedrun"-Trend löst Einbruchswelle in deutschen Zentren aus
„Scientology-Speedrun“-Trend führt zu Einbruchswelle in Scientology-Zentren Deutschlands
Ein TikTok-Trend namens Scientology-Speedrun hat zu einer Welle von widerrechtlichen Eindringlingen in Scientology-Zentren in ganz Deutschland geführt. Bei der Challenge stürmen Teilnehmer so weit wie möglich in die Gebäude, behandeln Sicherheitskräfte dabei wie Hindernisse in einem Spiel. Nach einem jüngsten Vorfall im Berliner Bezirk Charlottenburg haben die Behörden nun die Organisatoren gewarnt.
Der Trend begann, als ein in Berlin ansässiger Blogger einen solchen „Speedrun“ in einem Scientology-Zentrum in Charlottenburg organisierte. Die Teilnehmer rasten durch das Gebäude, verglichen die Stockwerke mit Spiellevels und die Sicherheitskräfte mit nicht spielbaren Charakteren (NPCs). Der Streich verbreitete sich rasant in anderen Städten, darunter Stuttgart, Hamburg und München.
Die deutschen Behörden haben reagiert. Unbefugtes Betreten kann in solchen Fällen mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft geahndet werden. Der Blogger hinter der Berliner Aktion muss nun nach Polizeieinsätzen mit möglichen Anklagen rechnen.
Scientology, deren Lehre darauf abzielt, durch ihre Methoden „Clear“ – also „vollendete Menschen“ – zu erschaffen, hat mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen reagiert. Die Organisation, die in Deutschland 2024 etwa 3.600 Mitglieder zählt, hatte ähnliche Vorfälle zunächst in den USA erlebt, bevor der Trend über den Atlantik schwappte.
Kritiker sehen in der Challenge eine Form des Protests gegen Scientology. Viele Teilnehmer betrachten sie jedoch als Scherz oder als Möglichkeit, virale Inhalte zu produzieren. In Online-Diskussionen wird unterdessen spekuliert, dass das nächste Ziel der deutsche Bundestag sein könnte.
Trotz rechtlicher Risiken und verstärkter Sicherheitsvorkehrungen breitet sich der Scientology-Speedrun-Trend weiter aus. Die Behörden beobachten die Lage genau, während Organisatoren und Teilnehmer mit Konsequenzen rechnen müssen. Unklar bleibt, wie es mit der Bewegung weitergeht – doch einige Nutzer haben im Netz bereits neue Ziele ins Visier genommen.






