28 April 2026, 16:11

Steuerreform: Ökonom Südekum fordert höhere Abgaben für Spitzenverdiener

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Steuerreform: Ökonom Südekum fordert höhere Abgaben für Spitzenverdiener

Der Ökonom Jens Südekum hat sich zu Deutschlands geplanter Einkommensteuerreform geäußert und gezielte Steuererhöhungen für Spitzenverdiener gefordert. Seiner Ansicht nach reichen reine Sparmaßnahmen allein nicht aus, um die erwarteten Mindereinnahmen auszugleichen, die durch Steuersenkungen für Gering- und Mittelverdiener entstehen.

Südekum betonte, dass eine Senkung der Einkommensteuersätze in den unteren Tarifstufen die Staatseinnahmen schmälern werde. Um dies auszugleichen, hält er höhere Abgaben für Topverdiener für unvermeidbar. Sein Vorschlag umfasst sowohl eine Anhebung der Einkommen- als auch der Vermögenssteuer, um die Reform fair zu finanzieren.

Bedenken, dass eine solche Maßnahme Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten könnte, wies er zurück. Diese Gruppen hätten bereits jetzt die Möglichkeit, sich im Rahmen des bestehenden "Optionsmodells" wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Zudem schlug Südekum vor, den Übergangsprozess zu vereinfachen, um Bürokratie abzubauen und die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern.

Kritisch äußerte er sich zu vagen Sparappellen: Echte Einsparungen erforderten konkrete, präzise Entscheidungen. Bisher seien jedoch keine detaillierten Pläne für zusätzliche Kürzungen vorgelegt worden. Sein Hauptanliegen bleibt es, sicherzustellen, dass die Reform Gering- und Mittelverdiener entlastet, ohne das Haushaltsdefizit zu vergrößern.

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Im Mittelpunkt von Südekums Empfehlungen stehen höhere Steuern für die Wohlhabendsten, um die Reform zu finanzieren. Er sieht darin den einzigen realistischen Weg, Steuern für einkommensschwächere und mittlere Gruppen zu senken, ohne gleichzeitig tiefgreifende Ausgabenkürzungen vornehmen zu müssen. Nun wird sich zeigen, ob die Politik seinen zielgerichteten Ansatz übernehmen wird.

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