Stuttgarter Start-up Sereact revolutioniert Logistik mit KI-Robotern und 25 Millionen Euro Kapital
Tobias SeidelStuttgarter Start-up Sereact revolutioniert Logistik mit KI-Robotern und 25 Millionen Euro Kapital
Sereact, ein Stuttgarter Robotikunternehmen, sammelt 25 Millionen Euro in Series-A-Finanzierung ein, um seine Technologie für verkörperte KI auszubauen. Die von dem Start-up entwickelte Software namens PickGPT ermöglicht Robotern, Aufgaben eigenständig zu erlernen – und reduziert so den Aufwand für manuelle Programmierung. Zu den Investoren zählen die Risikokapitalgeber Creandum und Point Nine sowie prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.
Die KI von Sereact fungiert quasi als "Gehirn" der Roboter und befähigt Maschinen dazu, neue Tätigkeiten ohne vorheriges Training zu analysieren und sich anzupassen. Diese Zero-Shot-Bildverarbeitung erlaubt es Robotern, dynamische Aufgaben in Echtzeit zu bewältigen – etwa beim Kommissionieren, Verpacken oder bei Qualitätskontrollen. Der Ansatz des Unternehmens erinnert an den des britischen Start-ups Wayve, konzentriert sich jedoch gezielt auf Logistik und Lagerautomatisierung.
Zu den Kunden von Sereact zählen bereits große Hersteller wie die BMW Group und Daimler Truck, die die Software in ihren Werken einsetzen. Auch der E-Commerce-Anbieter Bol und der Logistikdienstleister Active Ants nutzen die Technologie. Bisher kommt sie ausschließlich in Lagern und Produktionsstraßen zum Einsatz; ein Einsatz außerhalb der Logistikbranche ist bisher nicht bestätigt.
Mit den frischen 25 Millionen Euro will Sereact die Entwicklung maßgeschneiderter Roboter-Hardware vorantreiben und sein Wachstum in den USA beschleunigen. Das Ziel: die führende Plattform für Robotikanwendungen zu werden, die Geschäftsprozesse und tägliche Abläufe revolutionieren.
Durch die gesicherte Finanzspritze treibt Sereact seine KI-gestützten Robotiklösungen weiter voran. Die Technologie verringert die Abhängigkeit von manueller Programmierung und steigert gleichzeitig die Effizienz in Logistik und Fertigung. Zu den Expansionsplänen gehören die Entwicklung neuer Hardware-Komponenten sowie eine stärkere Präsenz auf dem US-Markt.