Taxifahrer aus Mannheim stoppt tödlichen Amoklauf und wird mit Rettungsmedaille geehrt
Tobias SeidelNach dem Amoklauf in Mannheim: Landesregierung ehrt Taxifahrer als Helden - Taxifahrer aus Mannheim stoppt tödlichen Amoklauf und wird mit Rettungsmedaille geehrt
Ein Taxifahrer aus Mannheim wird mit der Rettungsmedaille Baden-Württembergs ausgezeichnet, nachdem er im vergangenen Jahr einen tödlichen Fahrzeug-Amoklauf gestoppt hat. Muhammad A. setzte sein Leben aufs Spiel, um während der Rosenmontagsfeiern 2025 das Auto des Angreifers aufzuhalten. Sein schnelles Handeln wird dafür verantwortlich gemacht, Schlimmeres verhindert zu haben – bei einem Vorfall, der zwei Tote und 14 Verletzte forderte.
Der Amoklauf ereignete sich am 3. März 2025, als ein 40-jähriger Deutscher mit seinem Auto in Menschenmengen im Mannheimer Stadtzentrum raste. Zwei Menschen kamen ums Leben, 14 weitere wurden verletzt, bevor Muhammad A. eingriff. Mit seinem Taxi blockierte er das Fahrzeug des Täters und beendete so die Attacke.
Der Angreifer wurde später wegen zweifachen Mordes verurteilt. Ein Gericht verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe und ordnete seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
Innenminister Thomas Strobl würdigte Muhammad A.s Mut und bezeichnete sein Handeln als selbstlos und entschlossen. Die Rettungsmedaille, die nur wenige Male pro Jahr verliehen wird, ehrt außergewöhnliche Tapferkeit in lebensbedrohlichen Situationen.
Muhammad A. wird die Auszeichnung in einer bevorstehenden Zeremonie erhalten. Sein Eingreifen während des Mannheimer Angriffs gilt als entscheidender Moment, der weitere Opfer verhinderte. Die Verleihung unterstreicht die Bedeutung seiner Tat an einem Tag, der sonst in einer Tragödie geendet hätte.