16 March 2026, 20:04

Theo Müller fordert CDU-AfD-Bündnis und entfacht Regierungsstreit in Baden-Württemberg

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Theo Müller fordert CDU-AfD-Bündnis und entfacht Regierungsstreit in Baden-Württemberg

Theo Müller, Gründer des Molkereiimperiums Müller, hat mit jüngsten Äußerungen eine neue Debatte über die nächste Landesregierung in Baden-Württemberg ausgelöst. Darin forderte er die CDU auf, eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD in Erwägung zu ziehen, statt sich den Grünen unterzuordnen. Seine Aussagen fallen in eine Phase politischer Unsicherheit nach der knappen Landtagswahl, bei der weder CDU noch Grüne eine absolute Mehrheit erringen konnten.

Die Grünen gingen mit 30,2 Prozent der Stimmen als knappster Sieger aus der Wahl hervor – nur knapp vor der CDU, die 29,7 Prozent erreichte. Beide Parteien stellen nun jeweils 56 Abgeordnete im Landtag, was die Regierungsbildung erschwert. Müller kritisierte den Vorschlag, die CDU könnte Cem Özdemir, den Spitzenkandidaten der Grünen, unterstützen, und warnte davor, "die zweite Geige zu spielen".

Stattdessen schlug Müller ein Bündnis aus CDU und AfD vor – eine sogenannte "schwarz-blaue" Koalition. Alternativ könnte die CDU seiner Meinung nach zumindest eine tolerierte Minderheitsregierung mit Duldung der AfD anstreben. Besonders lobte er Markus Frohnmaier, den Spitzenkandidaten der AfD, dessen Positionen er als "vernünftig" bezeichnete. Bereits Ende 2023 hatte Müller in Cannes ein Treffen mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "Freundin" bezeichnete, ohne sich selbst als AfD-Mitglied zu bezeichnen.

Müller ging noch einen Schritt weiter und riet der CDU, im geheimen Parlamentsvoting einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aufzustellen. Seine Forderungen erhöhen den Druck auf die Partei, während die Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung weiterlaufen.

Die CDU steht nun vor der Entscheidung, entweder eine mögliche Annäherung an die AfD zu wagen oder nach anderen Wegen zu suchen, um eine stabile Mehrheit zu sichern. Müllers Vorschläge haben die strategische Debatte innerhalb der Partei neu entfacht. Die Weichenstellung wird die politische Ausrichtung Baden-Württembergs in den kommenden Jahren prägen.

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