16 March 2026, 02:04

Timothée Chalamet zwischen Oscar-Ruhm und "Stop-Timmy"-Sturm

Eine Bühne für eine Preisverleihung mit dunklem Hintergrund, beleuchtet von ein paar Lichtern und mit mehreren Gegenständen, die mit dem Event in Verbindung stehen.

Timothée Chalamet zwischen Oscar-Ruhm und "Stop-Timmy"-Sturm

Timothée Chalamet traf bei der 98. Verleihung der Academy Awards als einer der meistdiskutierten Nominierten des Abends ein. In einer grauen Windjacke und einer dunkelblauen Baseballkappe mit orangefarbenem Design hielt er seinen Look lässig – möglicherweise eine Anspielung auf seine Rolle in Marty Supreme. Der Film brachte ihm eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller ein und festigte damit seinen Status als einer der aufstrebendsten Stars Hollywoods.

Doch der Weg zur Preisverleihung verlief nicht ohne Turbulenzen. Seine jüngsten Äußerungen über Ballett und Oper lösten eine Welle der Kritik aus und befeuerten die wachsende "Stop-Timmy"-Kampagne unter Kritiker:innen und Fans gleichermaßen.

Chalamets Oscar-Bilanz ist rekordverdächtig: Mit nur 30 Jahren kann er bereits vier Nominierungen vorweisen und übertrifft damit Marlon Brando als jüngster Schauspieler mit drei Nominierungen in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Seine jüngste Anerkennung erhielt er für Marty Supreme – eine Darstellung, die das Publikum spaltet, ihn aber fest im Rampenlicht hält.

Die Kontroverse begann Wochen vor der Verleihung. Seine abwertenden Kommentare über Ballett und Oper, die er als veraltete Kunstformen bezeichnete, sorgten online für Empörung. Nutzer:innen in sozialen Medien und Branchenvertreter:innen warfen ihm Elitedenken vor, während andere sein Recht auf eine eigene Meinung verteidigten. Aus der Kritik entwickelte sich eine koordinierte "Stop-Timmy"-Bewegung, die die Wähler:innen aufforderte, seine Nominierung zu überdenken.

Trotz des Aufruhrs hielt sich Chalamet in den Tagen vor der Veranstaltung zurück. Gesichtet wurde er beim Essen im Manpuku, einem ruhigen Sushi-Restaurant in West Hollywood – fern vom üblichen Oscar-Vorprogramm. Am Morgen des 16. März 2026 standen die Ergebnisse noch aus: Sein Schicksal lag in den Händen der Academy.

Die 98. Oscar-Verleihung fand an diesem Abend im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Unklar blieb, ob die Kontroverse seine Chancen beeinträchtigen würde. Eines jedoch stand fest: Alle Blicke waren auf Chalamet gerichtet, als die Gewinner:innen bekannt gegeben wurden.

Die Oscar-Gala markierte einen weiteren Meilenstein in Chalamets Karriere – unabhängig vom Ausgang. Seine rekordverdächtigen Nominierungen und die begleitende Debatte unterstrichen seinen Einfluss auf das moderne Kino. Die "Stop-Timmy"-Kampagne hingegen zeigte, wie schnell sich die öffentliche Meinung wenden kann – selbst gegen einen der gefeiertsten jungen Schauspieler Hollywoods.

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