Ukraine führt flächendeckende Widerstandsausbildung für Zivilisten ein
Anton WolfUkraine führt flächendeckende Widerstandsausbildung für Zivilisten ein
Das ukrainische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Verteidigungsfähigkeiten des Landes zu stärken. Das am 25. März 2023 beschlossene Gesetz schafft ein Netzwerk spezialisierter Ausbildungszentren für den nationalen Widerstand. Die Reform sieht zudem Änderungen der Schulcurricula vor und legt neue Regeln für die militärische Ausbildung fest.
Das Gesetz etabliert einen Rahmen für die Schulung von Zivilisten in Widerstandstaktiken. In den neuen Zentren werden praktische Unterweisungen angeboten, darunter Schießübungen mit scharfer Munition, und zwar an ausgewiesenen Standorten der Streitkräfte der Ukraine sowie auf zertifizierten Schießplätzen. Die Betreiber dieser Einrichtungen müssen strenge Qualifikationsanforderungen erfüllen und eine verpflichtende Ausbildung sowie Zertifizierung durch das Verteidigungsministerium absolvieren.
An Schulen wird künftig das Fach "Grundlagen des nationalen Widerstands" unterrichtet, während der bestehende Kurs "Verteidigung der Ukraine" aktualisiert wird. Das Gesetz sieht zudem Befreiungen von bewaffneten Ausbildungsmodulen für Personen vor, die aus religiösen Gründen Waffen ablehnen. Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Arbeitsfähigkeit können von praktischen Übungen befreit werden.
Staatliche Behörden werden für die Organisation und Finanzierung des neuen Systems verantwortlich sein. Das Gesetz ermöglicht es der Luftwaffe zudem, bei Bedarf vorübergehend Ausrüstung und Munition an zugelassene Einrichtungen zu überführen.
Mit der Reform soll die Verteidigungsbereitschaft der Ukraine durch Bildung und Infrastrukturverbesserungen gestärkt werden. Die Ausbildungszentren stehen unter militärischer Aufsicht, während Schulen die Widerstandsbildung in ihre Programme integrieren. Ziel der Änderungen ist es, einen strukturierteren Ansatz für die nationale Vorbereitung zu schaffen.






