Ulm stärkt Integration von Migrant:innen mit Sport, Bildung und Denkmalplänen
Luisa HofmannUlm stärkt Integration von Migrant:innen mit Sport, Bildung und Denkmalplänen
Der Ulmer Stadtrat hat neue Informationen über seine Bemühungen zur Unterstützung von Migrantengemeinden erhalten. Zu den jüngsten Initiativen zählen der Ausbau psychologischer Betreuungsangebote an Schulen sowie Pläne für ein neues Denkmal. Gleichzeitig bestehen weiterhin Sorgen über sinkende Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund.
Das Internationale Beratungsgremium, das den Rat fachlich begleitet, trifft sich dreimal jährlich, um Empfehlungen und Expertise einzubringen. Die nächste Sitzung ist für den 22. Juli 2026 im großen Sitzungssaal des Rathauses angesetzt.
Ein zentrales Programm, die "Interkulturellen Sportmentor:innen", zielt darauf ab, Migrant:innen mit lokalen Sportvereinen zu vernetzen. Ihr Ziel ist es, langfristige sportliche Teilhabe in Ulm zu fördern. Die Mentor:innen wirken als Vermittler:innen, helfen Neuankömmlingen beim Zugang zu Aktivitäten und unterstützen die Integration durch Vereinsmitgliedschaften.
Auch das Schulamt verzeichnet Fortschritte in der psychologischen Betreuung: Mehr Schulen bieten nun entsprechende Dienstleistungen an, die Schüler:innen mit unterschiedlichen Hintergründen unterstützen. Daten zeigen jedoch einen anhaltenden Rückgang bei den Übergängen von Kindern mit Migrationshintergrund auf das Gymnasium – Ulms anspruchsvollste weiterführende Schulform.
Zudem unterstützt die Stadtverwaltung Pläne für ein Denkmal, das die Leistungen der ersten Generation der Gastarbeiter:innen in Ulm würdigen soll. Damit wird ihr Beitrag zur Prägung der Gemeinschaft anerkannt.
Die laufende Arbeit des Gremiums umfasst sowohl Integration als auch Repräsentation. Der Ausbau psychologischer Angebote und das geplante Denkmal spiegeln die Bemühungen wider, Migrantengemeinden zu stärken. Dennoch bleibt der Rückgang der Gymnasium-Übergänge bei diesen Kindern eine Herausforderung für die Bildungspolitik der Stadt.






