29 April 2026, 18:05

Umstrittene Israel-Resolution spaltet politische Vereinigung und löst Demokratie-Debatte aus

Plakat mit der Aufschrift "Vision für Friedenskonzept-Karte" mit einer farbcodierten Karte von Israel in fetter schwarzer Schrift.

Umstrittene Israel-Resolution spaltet politische Vereinigung und löst Demokratie-Debatte aus

In einer deutschen politischen Vereinigung hat eine umstrittene Resolution für Aufsehen gesorgt und Sorgen über die ideologische Ausrichtung der Gruppe ausgelöst. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag bezeichnet Israel als ein "kolonialistisches und rassistisches Projekt" und fordert eine Ablehnung des Zionismus in der Programmatik der Partei. Kritiker warnen, dass diese Entwicklung demokratische Werte untergraben könnte.

Die Resolution wurde von der LAG Klassenkampf eingebracht, einer Strömung, die für ihre kompromisslose Haltung bekannt ist. Sie verlangt, dass der Zionismus in den offiziellen Parteipositionen ausdrücklich abgelehnt wird. Der Text äußert sich zudem scharf kritisch über Israel und stellt es als Produkt von Kolonialismus und Rassismus dar.

Nach der Abstimmung feierten Befürworter den Erfolg auf Instagram. Der Beitrag zeigte eine Karte, auf der Israel durch eine Umrisszeichnung ersetzt worden war, die mit palästinensischen Symbolen gefüllt war. Daneben prangten eine FriedensTaube sowie Hammer und Sichel – eine Kombination, die weitere Fragen zur politischen Ausrichtung der Gruppe aufwirft.

Der Beschluss folgt einer ähnlichen Resolution in Niedersachsen Anfang dieses Jahres. Beide Entscheidungen stehen in der Kritik von Verfassungsbeobachtern, die argumentieren, dass solche Positionen von demokratischen Prinzipien abweichen. Besonders die Verwendung von Hammer und Sichel hat die Bedenken über eine ideologische Abdrift der Gruppe verschärft.

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Die Verabschiedung der Resolution markiert eine deutliche Verschiebung in der Haltung der Gruppe zu Israel und zum Zionismus. Verfassungsrechtler sehen in dem Beschluss einen möglichen Bruch mit demokratischen Normen. Unterdessen hat die öffentliche Inszenierung des Abstimmungserfolgs durch die Strömung die Debatte über ihre künftige Ausrichtung weiter angeheizt.

Quelle