US-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – DAX, Gold und Öl unter Druck
Tobias WernerUS-Arbeitsmarkt übertrifft Erwartungen – DAX, Gold und Öl unter Druck
Finanzmärkte erlebten am Freitag deutliche Bewegungen, nachdem wichtige Wirtschaftsdaten die Erwartungen der Anleger neu geprägt hatten. Der Gold- und Ölpreis rutschte ab, während der DAX von seiner erwarteten Rekordmarke zurückfiel. Gleichzeitig sorgte ein stärker als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für Turbulenzen bei Währungs- und Zinsprognosen.
US-Arbeitgeber schufen im jüngsten Bericht 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,3 Prozent. Diese überraschend robuste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt veranlasste Analysten, ihre Erwartungen an baldige Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) zurückzuschrauben.
Die Nachrichten belasteten die globalen Märkte. Der deutsche DAX schloss bei 24.759 Punkten – ein Minus von 0,8 Prozent gegenüber der vorherigen Handelssitzung. Noch hatten Prognosen nahegelegt, der Index könnte die 25.000-Punkte-Marke durchbrechen, doch die US-Daten dämpften die Anlegerstimmung.
Auch die Rohstoffmärkte gerieten unter Druck: Der Goldpreis gab um 3,1 Prozent nach und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Der Ölpreis folgte diesem Trend – die Nordsee-Sorte Brent fiel auf 93,80 Dollar pro Barrel. An den Devisenmärkten schwächte sich der Euro ab und rutschte auf 1,1536 Dollar ab.
Der US-Arbeitsmarktbericht hat die Erwartungen an Zinssenkungen verschoben und wirkt sich sowohl auf Aktien- als auch auf Rohstoffmärkte aus. Gold und Öl verbilligten sich, während der DAX von einem möglichen Rekordhoch zurückwich. Der Rückgang des Euro spiegelt die erneute Stärke des Dollar als Reaktion auf die Wirtschaftsdaten wider.






