Verleger der Berliner Zeitung kontert scharf gegen Kritik an politischer Linie
Anton WolfVerleger der Berliner Zeitung kontert scharf gegen Kritik an politischer Linie
Holger Friedrich, seit über sechs Jahren Verleger der Berliner Zeitung, hat sich öffentlich gegen die jüngste Kritik zur Wehr gesetzt. Der Streit entzündete sich, nachdem Franz Sommerfeld die politische Ausrichtung der Zeitung nach dem prominenten Abgang einer langjährigen Mitarbeiterin infrage gestellt hatte. Friedrichs Reaktion, die er in einem persönlichen Artikel veröffentlichte, sorgt nun wegen ihres Tons und des gewählten Zeitpunkts für weitere Aufmerksamkeit.
Der Konflikt begann, als Franz Sommerfeld die redaktionelle Haltung der Berliner Zeitung kritisierte. Seine Äußerungen folgten auf den Abschied von Anja Reich-Osang, einer Journalistin, die nach drei Jahrzehnten die Zeitung verließ. Ihr Ausscheiden wurde sowohl im Newsletter als auch auf der Website der Zeitung thematisiert.
Friedrich konterte mit einem scharf formulierten Artikel, machte jedoch nicht deutlich, dass es sich bei Sommerfelds Kommentaren um eine private Meinung handelte – und nicht um die offizielle Position der Berliner Zeitung. Seine Reaktion überraschte manche Beobachter, zumal sie an einem eher ruhigen Nachrichtentag erfolgte.
Es ist nicht das erste Mal, dass Friedrich seine Unzufriedenheit mit den Standards im Medienbetrieb äußert. In internen Gesprächen beklagt er immer wieder, was er als berufliche Defizite der Branche wahrnimmt. Zudem griff er das Medienportal kress an und warf ihm vor, in seiner Berichterstattung über den Streit nicht objektiv zu sein.
Friedrichs öffentliche Stellungnahme erfolgt nach Jahren, in denen er die Berliner Zeitung durch redaktionelle Umbrüche geführt hat. Seine jüngste Reaktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen über die künftige Ausrichtung des Blattes. Die Auseinandersetzung wirft die Frage auf, wie solche Konflikte den Ruf der Zeitung langfristig prägen könnten.






