13 March 2026, 06:04

VfB Stuttgart kämpft nach bitterer Porto-Pleite um europäische Träume

Ein Schiedsrichter spricht mit zwei Fußballspielern auf einem Rasenfeld, einer hält einen Fußball.

"37 Mal am Boden": Undav verärgert über Provokationen - VfB Stuttgart kämpft nach bitterer Porto-Pleite um europäische Träume

VfB Stuttgart erleidet bitteres 2:1-Heimdebakel gegen den FC Porto im Europa-League-Achtelfinale

Die Stuttgarter mussten im Hinspiel des Sechzehntelfinals eine herbe 1:2-Niederlage gegen den FC Porto einstecken und zeigten sich danach frustriert. Der deutsche Bundesligist warf den Portugiesen vor, systematisch Zeit geschunden und übertrieben theatralisch agiert zu haben. Nun steht das Team vor der Mammutaufgabe, in der kommenden Woche in Porto gewinnen zu müssen, um im Wettbewerb zu bleiben.

Die Partie nahm bereits in der ersten Halbzeit eine entscheidende Wende, als Porto innerhalb von nur sechs Minuten zweimal traf. Beide Tore resultierten aus defensiven Fehlern der Stuttgarter Abwehr, was die mitgereisten Fans der Gäste in jubelnde Ekstase versetzte. Trotz eines späten Aufbäumen wurde ein möglicher Ausgleichstreffer der Schwaben wegen Abseits aberkannt – am Ende stand es 1:2.

Portos temporeich-aggressiver Spielstil brachte Stuttgart von Beginn an aus dem Konzept. Trainer Farioli betonte im Nachgang, dass vor allem die Energie seiner Mannschaft – und nicht nur taktische Finesse – den Sieg sicherte. Die Stuttgarter Spieler hingegen waren außer sich über das, was sie als unsportliches Verhalten ihrer Gegner wahrnahmen.

Nationalspieler Deniz Undav kritisierte scharf, dass die Portugiesen ganze 37 Mal zu Boden gegangen seien, und monierte die Untätigkeit des Schiedsrichterteams. Mittelfeldspieler Angelo Stiller bezeichnete die Taktik Portos als "beispiellos", räumte aber auch eigene Fehler ein. Maximilian Mittelstädt schwor die Mannschaft indes auf einen kämpferischen Auftritt im Rückspiel ein und kündigte eine "harte Reaktion" in Porto an.

Die Niederlage erhöht den Druck auf die Stuttgarter, die nun im Rückspiel unbedingt siegen müssen. Zuvor gilt es jedoch, sich schnell zu fangen: Bereits am Sonntag steht das wichtige Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig an, in dem es um die Qualifikation für die Champions League geht.

Stuttgarts europäische Träume hängen nun am seidenen Faden – nur ein Sieg in Porto kann die Wende bringen. Gleichzeitig darf der Fokus auf die nationale Bühne nicht verloren gehen, wo ein Platz unter den Top Vier der Bundesliga noch greifbar ist. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das Team die nötige mentale Stärke besitzt, um diese Rückschläge zu verkraften und zurückzuschlagen.

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