Wie ein Bahnmitarbeiter seit drei Jahren in Zügen lebt – und dabei Geld spart
Tobias SeidelWie ein Bahnmitarbeiter seit drei Jahren in Zügen lebt – und dabei Geld spart
Lasse Stolley lebt seit über drei Jahren in den Zügen der Deutschen Bahn. Als Zugbegleiter in Festanstellung verdient er knapp 3.400 Euro im Monat – und spart sich dabei Miete, Nebenkosten und Sprit. Sein ungewöhnlicher Lebensstil ermöglicht es ihm, tausende Kilometer zurückzulegen, ohne eine feste Bleibe zu haben.
Stolley arbeitet für TRI Train Rental, einen Job, der ihn jede Woche durch ganz Deutschland führt. Zu seinen Aufgaben gehören das Kuppeln von Waggons, die Bremsproben und die Abfertigung der Züge. Die Tätigkeit hält ihn ständig in Bewegung, ohne festen Standort.
Mit einer BahnCard 100 kann er bis zu 1.000 Kilometer am Tag fahren. Sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für das Ticket, was seinen Lebensstil überraschend günstig macht. Über Deutschlands Grenzen hinaus haben ihn seine Reisen bereits bis nach Transnistrien und Istanbul geführt.
Sogar seine aktuelle Beziehung begann in einer DB Lounge. Trotz des ständigen Unterwegsseins beschreibt Stolley sein Leben als „unglaublich preiswert“ – frei von Wohnkosten und eng mit der Schiene verbunden.
Sein Job als Zugbegleiter finanziert sein nomadisches Dasein. Ohne Miete und mit unbegrenzter Fahrtmöglichkeit hat er das Leben auf der Schiene zu einer nachhaltigen Routine gemacht. Die Konstellation funktioniert, weil sein Arbeitgeber seinen Fahrpass unterstützt und seine Tätigkeit ihn ohnehin ständig unterwegs hält.






