Wie ein Syrer Assads Folter überlebte – und seine Geschichte als Graphic Novel erzählt
Anton WolfWie ein Syrer Assads Folter überlebte – und seine Geschichte als Graphic Novel erzählt
Ein neuer Graphic Novel erzählt die erschütternde Geschichte von Akram Al Saud, einem Syrer, der jahrelange Haft und Folter unter dem Assad-Regime überlebte.„Al-Fazia’: Der Schrecken“, geschaffen vom deutschen Comic-Künstler Tobi Dahmen, dokumentiert Al Sauds Widerstand und Überlebenskampf in einem der grausamsten Haftsysteme der Welt.
Akram Al Saud wurde in Syrien geboren und lebte 26 Jahre unter der Herrschaft von Baschar al-Assad. Als Student in Aleppo schloss er sich der Protestbewegung gegen das Regime an. Sein Engagement führte zu vier separaten Inhaftierungen, in denen er Folter und Demütigungen durch den syrischen Geheimdienst erlebte.
In seinen dunkelsten Stunden schwor Al Saud, sich zu widersetzen und zu überleben. Seine stille Stärke und sein unerschütterlicher Wille, für Gerechtigkeit zu sprechen, prägten seine Geschichte. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben über hunderttausend Menschen in Assads Gefängnissen und Folterkammern.
Tobi Dahmen, bekannt für sorgfältig recherchierte Comics wie „Columbusstraße“, näherte sich Al Sauds Geschichte mit großer Sensibilität. Statt explizite Gewalt darzustellen, deuten Dahmens Illustrationen das Grauen an und schaffen so eine kraftvolle, doch zurückhaltende Bildsprache. Das Ergebnis ist ein Graphic Novel, der Al Sauds Mut ehrt, ohne sein Leid auszubeuten.
„Al-Fazia’: Der Schrecken“ ist heute ein Zeugnis von Al Sauds Widerstandskraft angesichts extremer Unterdrückung. Das Buch stellt sicher, dass seine Erlebnisse – und die unzähliger anderer – nicht in Vergessenheit geraten. Durch Dahmens Arbeit erreicht Al Sauds Widerstand ein breiteres Publikum und gibt einer allzu oft zum Schweigen gebrachten Geschichte eine Stimme.






