18 March 2026, 14:03

62. Verkehrgerichts-Tagung in Goslar: Jugendliche fordern mehr Fairness beim Führerschein

Verkehrszeichen, das "Geschwindigkeitsreduzierung Gefahrenzone Schule" anzeigt, mit einer Person daneben, Bäumen, Strommasten, Leitungen, einem Haus und Himmel im Hintergrund.

62. Verkehrgerichts-Tagung in Goslar: Jugendliche fordern mehr Fairness beim Führerschein

62. Verkehrgerichts-Tagung (VGT) in Goslar eröffnet – 1.800 Teilnehmer diskutieren über Verkehrssicherheit

In Goslar hat die 62. Verkehrgerichts-Tagung (VGT) begonnen, zu der rund 1.800 Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist sind. Die Veranstaltung im historischen Ratsgymnasium startete mit einer Sonderveranstaltung für Schüler zum Thema Verkehrssicherheit und verantwortungsvolles Fahren.

Im Mittelpunkt der Eröffnungsrunde stand das Motto "Nüchtern ans Steuer" unter der Leitung von Helmut Trentmann, ehemaliger Oberstaatsanwalt und Präsident der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BADS). Er diskutierte mit Schülern der 12. und 13. Klassen über präventive Maßnahmen bei Alkoholkonsum – etwa die vorab klare Absprache, wer später fährt, notfalls sogar per Münzwurf.

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Die Jugendlichen stellten Fragen zu Führerscheinprüfungen, insbesondere zu den Kosten, Bestehensquoten und wie Deutschland im europäischen Vergleich abschneidet. Allerdings hat die VGT in den letzten Jahren keine konkreten Vorschläge zur Senkung der Prüfungsgebühren vorgelegt, und größere Reformen in diesem Bereich stehen aus.

Während der Tagung ehrte Trentmann Prof. Dr. Ansgar Staudinger mit der Goldenen Medaille für dessen langjähriges Engagement in der Verkehrssicherheit. Parallel arbeiteten die Konferenzteilnehmer in acht Fachgruppen an Empfehlungen für die Politik in Berlin – Vorschläge, die in der Vergangenheit oft direkt in die deutsche Verkehrsgesetzgebung eingeflossen sind.

Die Tagung dauert mehrere Tage; die Ergebnisse werden anschließend nach Berlin übermittelt, wo sie als Grundlage für mögliche Gesetzesänderungen dienen. Zwar wurden die Bedenken der Schüler zu den Führerscheinkosten thematisiert, doch bisher hat die VGT hierzu keine eigenen Initiativen gestartet. Die Veranstaltung bleibt dennoch eine der wichtigsten Plattformen für die Weiterentwicklung des Verkehrsrechts in Deutschland.

Quelle