ABDA reformiert radikal: Spartensystem wird durch zentrale Führung ersetzt
Luisa HofmannABDA reformiert radikal: Spartensystem wird durch zentrale Führung ersetzt
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) vollzieht einen tiefgreifenden Wandel ihrer internen Struktur. Die Organisation hat eine umfassende Reform angekündigt und verabschiedet sich damit von ihrem langjährigen Spartensystem zugunsten eines zentralisierten Ansatzes unter neuer Führung.
Bisher war die ABDA in eigenständige Abteilungen gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern geführt wurden. Dazu zählten separate Fachbereiche, Stabstellen und spezialisierte operative Einheiten. Doch das neue Konzept sieht vor, diese Abteilungen vollständig aufzulösen.
Unter der Führung der künftigen Vorstandsvorsitzenden Franziska Erdle wird die ABDA künftig aus 14 konsolidierten Fachabteilungen bestehen, die direkt an die zentrale Geschäftsführung berichten. Damit ersetzt das neue Modell das bisherige fragmentierte System. Die Umstellung soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.
Die Neuordnung folgt auf den Abschied des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Sebastian Schmitz. Gleichzeitig gehen auch die Direktoren Lutz Tisch und Professor Dr. Martin Schulz in den Ruhestand. Zudem wird die Position der Apotheken-Direktorin, zuletzt von Dr. Christiane Eckert-Lill innegehabt, nicht neu besetzt.
Claudia Korf, die bisher eine Führungsposition innehatte, übernimmt künftig eine stellvertretende Vorstandsrolle. Ziel der Reform ist es, die Abläufe effizienter zu gestalten. Noch unklar ist jedoch, wie die 14 neuen Abteilungen die bisherigen Schwerpunkte – etwa Arzneimittelsicherheit, Digitalisierung und Wirtschaftspolitik – abdecken werden.
Der Strukturwandel der ABDA markiert einen bedeutenden Einschnitt in der Organisationsführung. Mit weniger Abteilungen und direkteren Berichtswegen wird die Entscheidungsgewalt künftig stärker unter Erdles Führung zentralisiert. Die vollständigen Auswirkungen dieser Veränderungen werden sich zeigen, sobald die Umstellung bis Mitte 2024 abgeschlossen ist.






