AfD plant radikale Umbesetzung von 200 Schlüsselpositionen in Sachsen-Anhalt
Anton WolfAfD plant radikale Umbesetzung von 200 Schlüsselpositionen in Sachsen-Anhalt
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat weitreichende Pläne für die Landesverwaltung Sachsen-Anhalts vorgelegt, falls sie die anstehende Landtagswahl gewinnt. Parteivertreter kündigten an, bis zu 200 Schlüsselpositionen mit eigenen Leuten besetzen und Behörden im Sinne ihrer Politik umgestalten zu wollen. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund warnte zudem vor Versuchen, ihre Arbeit zu behindern.
Die Vorhaben der AfD gehen über die üblichen Ministerernennungen hinaus. Die Partei strebt an, Führungskräfte in Ministerien, Landesbehörden und sogar in landeseigenen Unternehmen auszutauschen – darunter auch hohe Posten, nicht nur Minister und Staatssekretäre.
Gleichzeitig betont die AfD, mittlere Beamte unabhängig von ihrer politischen Gesinnung willkommen zu heißen. Siegmund machte jedoch deutlich, dass Widerstand gegen die Parteilinie nicht geduldet werde. Zudem kündigte die AfD an, bestimmte Behörden abzuschaffen, darunter die Landesenergieagentur.
Das Ausmaß der geplanten Veränderungen zeigt den Willen der AfD, bürokratischen Widerstand gegen ihre Politik von vornherein zu unterbinden. Im Falle eines Wahlsiegs würde die Partei zügig eigene Vertraute in zentrale Positionen der Verwaltung bringen.
Ein Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt würde eine grundlegende Umstrukturierung des Landesdienstes auslösen. Bis zu 200 Stellen könnten neu besetzt, Behörden umgebildet oder aufgelöst werden. Siegmunds Warnungen deuten auf eine harte Haltung gegen inneren Widerstand hin.






