30 March 2026, 18:08

Apotheker verliert 900 Euro durch Rezeptfehler und gefälschte Verordnungen

Schwarz-weiß-Anzeige für eine Apotheke in Rom mit einem Mann und einer Frau nebeneinanderstehend, mit Text, der das Geschäft und die Dienstleistungen beschreibt.

Apotheker verliert 900 Euro durch Rezeptfehler und gefälschte Verordnungen

Ein Apothekeninhaber in Deutschland hat fast 400 Euro verloren, nachdem es bei der Abgabe von Palexia-Tabletten zu einem Rezepturfehler kam. Das Problem entstand, weil der Arzt das Aut-idem-Feld angekreuzt hatte, wodurch der Apotheker gezwungen war, genau das markengeschützte Medikament auszugeben. Dadurch musste der Patient unerwartete Zusatzkosten von fast 380 Euro tragen.

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Der Apotheker, der etwa 7.000 Einwohner versorgt, steht nun durch diesen und weitere Rückforderungsfälle unter finanzieller Belastung. Zwei weitere Vorfälle – beide mit gefälschten Rezepten für Ozempic und Mounjaro – haben ihm zusätzliche Verluste von 500 Euro eingebracht.

Der Fall begann, als einem Patienten Palexia-Tabletten (250 mg) verschrieben wurden. Der Arzt hatte das Aut-idem-Feld markiert, was bedeutete, dass der Apotheker das spezifische Markenpräparat und nicht ein günstigeres Generikum abgeben musste. Da der Festbetrag für das Medikament gesenkt worden war, blieb dem Patienten eine Nachzahlung von fast 380 Euro.

Die Krankenkasse IKK classic weigerte sich, die zusätzlichen Kosten zu übernehmen. Sie argumentierte, dass durch die Aut-idem-Markierung keine Verpflichtung bestehe, die Differenz zu erstatten. Der Deutsche Apothekerverband bestätigte später, dass die Rückforderung von fast 400 Euro nach den aktuellen Regeln korrekt sei.

Hätte der Arzt das Aut-idem-Kreuz entfernt, hätte der Patient ein Ersatzmedikament erhalten können. Dadurch wären die Zusatzkosten entfallen, und der Apotheker wäre nicht mit einer Rückforderung belastet worden. Stattdessen musste der Apotheker den Verlust tragen – ein Problem, das für Apotheken mit hohem Rezeptaufkommen zunehmend zur Belastung wird.

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Derselbe Apotheker hatte kürzlich mit zwei weiteren Rückforderungsfällen zu kämpfen, nachdem gefälschte Rezepte für Ozempic und Mounjaro aufgetaucht waren. Diese Vorfälle verursachten zusätzliche Verluste von 500 Euro und verschärften den finanziellen Druck durch häufige Erstattungsstreitigkeiten.

Auch Patienten spüren die Auswirkungen. Plötzliche Änderungen der Festbeträge können zu unerwarteten Zuzahlungen führen, die sie oft unvorbereitet treffen. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Apotheken mit ähnlichen Rückforderungsansprüchen konfrontiert sind, doch das Problem bleibt eine anhaltende Herausforderung für die Branche.

Der Apotheker steht nun vor einem Gesamtverlust von etwa 900 Euro durch drei getrennte Rückforderungsfälle. Ohne Änderungen bei der Handhabung von Aut-idem-Rezepten könnten ähnliche finanzielle Belastungen für Apotheken und Patienten weiter bestehen. Das aktuelle System lässt kaum Spielraum für Flexibilität, wenn sich Erstattungssätze unerwartet ändern.

Quelle