Balkon-Streit am Peitinger Marktplatz spaltet Politiker und Anwohner
Tobias SeidelBalkon-Streit am Peitinger Marktplatz spaltet Politiker und Anwohner
Pläne für Balkone am Hauptplatz in Peiting sorgen für Diskussionen
Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Peitinger Marktplatz Balkone anzubauen, hat unter lokalen Politikern eine Debatte ausgelöst. Der Vorschlag sieht vor, an den beiden Obergeschossen der Westseite neue Balkone anzubringen, die 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen würden. Während die Mehrheit der Ausschussmitglieder das Projekt unterstützte, meldete ein Stadtrat Bedenken wegen der Parkplatzsituation und der Gestaltung an.
Ursprünglich hatte der Eigentümer beantragt, Balkone zur Straßenseite hin anzubringen, doch die Stadtverwaltung lehnte dies mit Verweis auf das kommunale Eigentum an dem betreffenden Gelände ab. Die überarbeitete Planung konzentriert sich nun auf die Westfassade. Christian Hack, Leiter des Bauamts, bestätigte die Änderung, betonte jedoch, dass die Balkone dennoch die Grundstücksgrenze überschreiten würden.
Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte zwar ein, dass die neuen Wohnungen die Parkplatzproblematik verschärfen könnten, verwies aber darauf, dass der Eigentümer sich an die geltenden Vorschriften halte. Andreas Barnsteiner (BVP) sprach sich für den Plan aus und argumentierte, die Balkone würden zum Maßstab des Gebäudes passen und die Wohnqualität für die Bewohner verbessern.
Nicht alle waren jedoch von der optischen Gestaltung überzeugt. Michael Deibler (CSU) bezeichnete das Design als "kaum akzeptabel", während Stadtrat Norbert Merk (CSU) die Zustimmung zum Projekt verweigerte. Merk machte vor allem geltend, dass die zusätzlichen Wohnungen die ohnehin angespannte Parkplatzsituation weiter verschärfen würden. Trotz der Einwände wurde das Vorhaben als geringfügige Änderung eingestuft, wodurch es strengere Genehmigungsverfahren umgehen konnte.
Die Balkone werden nun an der Westseite des Gebäudes angebaut und 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Obwohl die meisten Politiker dem Plan zustimmten, zeigte die Diskussion, wie sehr die Themen Parkplätze und Gestaltung im Peitinger Zentrum weiterhin für Spannungen sorgen. Letztlich ermöglichte die Einhaltung der bestehenden Regeln durch den Eigentümer die Umsetzung des Projekts.






