19 April 2026, 06:05

Batteriespeicher-Projekte stocken: Warum deutsche Stromnetze nicht mithalten können

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Batteriespeicher-Projekte stocken: Warum deutsche Stromnetze nicht mithalten können

Experten warnen vor Verzögerungen bei der Anbindung großer Batteriespeicher an deutsche Stromnetze

In einem aktuellen Podcast des pv magazine diskutierten Nadine Bethge, Leandra Boes und Michael Fuhs die Herausforderungen, vor denen Betreiber und Netzbetreiber stehen. Sie betonten, dass ohne klarere Regelungen wirtschaftlich sinnvolle Projekte blockiert oder abgelehnt werden könnten.

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Viele Batteriespeicherprojekte warten monatelang auf bezahlbare Netzanschlüsse. Überlastete Netze, unterbesetzte Betreiber und komplexe Vorschriften bremsen den Fortschritt aus. Bethge wies darauf hin, dass Netzbetreiber Projekte ablehnen könnten, die eigentlich die Netzstabilität stärken würden.

Sowohl Bethge als auch Boes waren sich einig, dass das aktuelle System nicht flexibel genug ist, um die wachsende Nachfrage zu bewältigen. Boes forderte eine bessere Zusammenarbeit zwischen Branchenexperten und Verteilnetzbetreibern. Sie schlug vor, flexible Anschlussvereinbarungen (FAV) an lokale Bedürfnisse anzupassen.

Die Beratungsfirma Green Flexibility unterstützt Betreiber bereits mit ihrem Regiolink-Konzept. Dabei kommen standardisierte Verträge zum Einsatz, um Anschlüsse an verschiedene Netzarten zu vereinfachen. Batteriespeicher spielen eine zentrale Rolle, um die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen und Netzengpässe zu entlasten.

Die Experten betonten die Notwendigkeit eines verbindlichen nationalen Rahmens, um den Netzanschluss großer Speicherprojekte zu beschleunigen. Ohne Reformen könnten sich Verzögerungen und Ablehnungen häufen – zum Nachteil des Ausbaus der Erneuerbaren-Infrastruktur. Standardisierte Lösungen und engere Kooperationen könnten helfen, den Stau bei anstehenden Anschlüssen zu verringern.

Quelle