Bosch fusioniert Benzin- und Dieselsysteme zu neuer Powertrain-Division bis Jahresende
Luisa HofmannBosch fusioniert Benzin- und Dieselsysteme zu neuer Powertrain-Division bis Jahresende
Bosch wird bis Ende des Jahres seine Sparten Benzinsysteme und Dieselsysteme zu einer neuen Einheit zusammenführen. Die neu geschaffene Division Powertrain Solutions wird rund 88.000 Mitarbeiter beschäftigen. Mit dem Schritt will das Unternehmen agiler werden und besser auf Kundenbedürfnisse reagieren.
Die Fusion soll Abläufe verschlanken und überflüssige Bürokratie abbauen. Zudem entsteht eine zentrale Anlaufstelle für den Vertrieb, wodurch sich Bosch als führender Anbieter für komplette Antriebssysteme positioniert. Die Umsetzung der Umstrukturierung liegt in den Händen von Erik Rein.
Ein zentrales Ziel der Neuausrichtung ist die Standardisierung von Prozessen. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Ausrichtung an den Kundenerwartungen verbessern und seine Position im Bereich E-Mobilität stärken. Kai Frericks, ein Werkleiter, betont, dass es darum gehe, die besten Ansätze beider Sparten zu vereinen – nicht, eine unhandliche Organisation zu schaffen.
Das tschechische Bosch-Werk in Budweis arbeitet bereits nach diesem Modell. Die Hälfte der Umsätze stammt aus Abgasnachbehandlungssystemen für Diesel, die andere Hälfte aus Kraftstoffpumpen und Benzinkomponenten. Kunden begrüßen die klarere Ausrichtung und erwarten dadurch eine bessere Leistung.
Die neue Division Powertrain Solutions soll noch vor Jahresende an den Start gehen. Sie bündelt das Know-how beider bisheriger Sparten, um effizientere und integrierte Lösungen anzubieten. Durch die Umstrukturierung will Bosch seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem sich wandelnden Automobilmarkt stärken.






