06 May 2026, 16:05

Braunschweig plant lebendiges Kreativviertel am Großen Hof für 60 Millionen Euro

Detailierte alte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, die eine geplante Baustelle am unteren Rand anzeigt.

Braunschweig plant lebendiges Kreativviertel am Großen Hof für 60 Millionen Euro

Braunschweig treibt Pläne für die Umwandlung des Großer Hof in ein lebendiges Kreativ- und Wohnviertel voran

Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, das Gelände als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen, um langjährige Probleme wie leerstehende Schulgebäude und überdimensionierte Parkflächen anzugehen. Falls der Rat zustimmt, könnte das 60-Millionen-Euro-Projekt die Zukunft des Stadtteils grundlegend verändern.

Der Großer Hof leidet derzeit unter architektonischen Mängeln und einem Mangel an urbanem Leben. Zwei geschlossene Schulen und ausgedehnte Parkplätze prägen das Bild – der Bezirk braucht dringend eine Veränderung. Für die Stadt ist dies eine Chance, den Raum komplett neu zu denken.

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Die Pläne für die Neugestaltung basieren auf einem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Architekturbüros aus dem Jahr 2024. Geplant sind ein autofreies Kreativviertel mit Ateliers, Galerieräumen und Wohnhäusern. Ein Quartiersgarage soll das Parken auf der Straße reduzieren, während neue Grünflächen die Nachhaltigkeit in dem dicht bebauten Gebiet verbessern.

Auch die soziale Infrastruktur steht im Fokus: Ein Kindertagesstätte und ein Familiengemeinschaftszentrum sind vorgesehen. Die Stadt steuert 7,9 Millionen Euro bei, die restlichen 52,1 Millionen sollen aus Landes- und Bundesmitteln für Stadtentwicklung kommen. Mit der Zustimmung des Stadtrats könnte Braunschweig sich um Fördergelder aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bewerben und das Projekt vorantreiben.

Die Umgestaltung könnte einen Wendepunkt für den Großer Hof bedeuten – aus brachliegenden Flächen entsteht ein gemischt genutztes Viertel. Anwohner und Unternehmen erhalten moderne Einrichtungen, während die Stadt langjährige städtebauliche Herausforderungen löst. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat.

Quelle