Braunschweigs Händler kämpfen mit jahrelangen Baustellen und leeren Kassen
Luisa HofmannBraunschweigs Händler kämpfen mit jahrelangen Baustellen und leeren Kassen
Lokale Unternehmen in Braunschweig leiden unter anhaltenden Baustellen
Geschäfte in Braunschweig kämpfen mit den Folgen langwieriger Bauarbeiten an zentralen Standorten wie dem Hagenmarkt, dem Bültenweg und der Helmstedter Straße. Die Einschränkungen haben den Fußgängerverkehr reduziert, Parkplätze beseitigt und Zufahrtswege blockiert – die Stadtverordnetenversammlung sieht sich nun zum Handeln gezwungen.
Die BIBS-Gruppe und Robert Glogowski brachten einen Antrag ein, um den Baustellenfonds der Stadt wieder einzuführen. Glogowski plädierte während der Sitzung für dessen sofortige Wiedereinführung und betonte die dringende Notwendigkeit von Unterstützung für die Betroffenen.
Kurz vor der Abstimmung legten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen spontanen Änderungsantrag zu Glogowskis Vorlage vor. Der neue Vorschlag zielte weniger auf schnelle Lösungen ab, sondern setzte auf langfristige Maßnahmen. Gefordert wurden eine Auswertung bisheriger Hilfsprogramme sowie die Entwicklung neuer finanzieller und nicht-finanzielle Instrumente für die betroffenen Unternehmen.
Der Änderungsantrag wurde angenommen und modifizierte damit Glogowskis ursprünglichen Antrag. Kritiker wie Stefan Wirtz (AfD) warfen der Vorlage vor, der Zeitplan komme zu spät, um den Unternehmen jetzt zu helfen. Der Baustellenfonds selbst ist aktuell aufgrund des angespannten Haushalts nicht dotiert und wurde in der Vergangenheit kaum genutzt.
Die Ergebnisse der Prüfung sollen vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 in die zuständigen Ausschüsse des Rates eingebracht werden. Mit der Annahme des Änderungsantrags rückt die langfristige Unterstützung in den Fokus – auch wenn einige Betriebe länger auf Entlastung warten müssen. Ob der Fonds tatsächlich wieder eingeführt wird, bleibt bis zum Abschluss der Überprüfung ungewiss.
