BSW-Chef De Masi attackiert die Linke als "CDU-Helfer" – und warnt vor AfD-Aufstieg
Anton WolfBSW-Chef De Masi attackiert die Linke als "CDU-Helfer" – und warnt vor AfD-Aufstieg
Fabio De Masi, Vorsitzender der BSW-Partei, hat die Linke scharf für ihre jüngsten politischen Schritte kritisiert. Er warf der Linken vor, CDU-Chef Friedrich Merz bei der Durchsetzung zentraler Vorhaben zu unterstützen – darunter Rentenreformen und die Aussetzung der Schuldenbremse für Militärausgaben.
De Masi behauptete, die Linke sei zum verlässlichsten Verbündeten der CDU geworden. Sie sei mittlerweile zuverlässiger als die Junge Union, wenn es darum gehe, Merz’ Agenda mitzutragen. Sein zufolge habe sich diese Entwicklung bereits seit einiger Zeit abgezeichnet und ebne Merz den Weg zur Kanzlerschaft.
Die Führung der Linken hatte signalisiert, mit der CDU und Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) zusammenzuarbeiten, um die rechtsextreme AfD von der Macht fernzuhalten. De Masi nannte diesen Kurs jedoch „katastrophal“ und argumentierte, er werde die AfD nur stärken. Aktuelle Umfragen sehen die AfD in Sachsen-Anhalt vorn – ihr Kandidat Ulrich Siegmund könnte dort eine Alleinregierung bilden.
Als Alternative schlug De Masi einen „demokratischen Neuanfang“ vor: Ein parteiloser Ministerpräsident sollte mit wechselnden Mehrheiten regieren. Zudem skizzierte er politische Prioritäten wie die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, eine Bildungswende und die Einführung eines österreichischen Pensionsmodells im Bundesrat.
Die Kritik der BSW unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen den linken Parteien im Umgang mit dem Aufstieg der AfD. De Masis Äußerungen deuten an, dass die Zusammenarbeit der Linken mit der CDU ungewollte Folgen haben könnte. Angesichts der bevorstehenden Wahl bleibt die politische Lage in Sachsen-Anhalt ungewiss.






