29 June 2026, 18:08

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet an Bodycam-Mangel

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung

Bundespolizei droht Engpass bei Körperkameras

Die deutsche Bundespolizei könnte bald nicht mehr über ausreichend funktionierende Körperkameras verfügen. Ursache ist eine gescheiterte Ausschreibung sowie die Ankündigung des aktuellen Lieferanten, die Unterstützung einzustellen. Die Behörden stehen nun unter Druck, die Versorgungslücke schnell zu schließen.

Die Polizeigewerkschaft war bereits informiert, dass der bisherige Hersteller die Betreuung der Geräte einstellen wollte. Die Verantwortlichen hatten gehofft, der Lieferant würde den Vertrag verlängern – doch dies hätte Millionen gekostet.

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Eine neue Ausschreibung über 2.500 Körperkameras mit der Option auf weitere 1.500 Stück wurde mit einem Budget von fünf Millionen Euro gestartet. Zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten das Verfahren für potenzielle Bieter jedoch weniger attraktiv. In der Folge scheiterte die Beschaffung, sodass Beamte nun ohne zuverlässige Geräte dastehen.

Körperkameras sind mittlerweile ein unverzichtbares Werkzeug im Polizeialltag. Sie tragen zur Deeskalation in Konfliktsituationen – etwa an Bahnhöfen – bei und liefern entscheidende Beweismittel in Strafverfahren.

Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, schnell zu handeln, um eine Versorgungslücke im Jahr 2023 zu verhindern. Ohne Lösung könnten Beamte den Zugang zu einem Instrument verlieren, das sich als entscheidend für Sicherheit und Beweissicherung erwiesen hat. Die Kosten für eine Vertragsverlängerung oder die Gewinnung neuer Lieferanten bleiben jedoch eine zentrale Hürde.

Quelle