Bundesrat fordert höhere Apothekenvergütung – Bayern treibt Reform voran
Luisa HofmannBundesrat fordert höhere Apothekenvergütung – Bayern treibt Reform voran
Die Debatte über die Vergütung von Apotheken in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Steigende Kosten und die Digitalisierung haben die Gewinnmargen gedrückt und Reformforderungen laut werden lassen. Ende Januar hat der Bundesrat seine Anforderungen bekräftigt, darunter eine höhere Pauschalgebühr pro Rezepturpackung.
Die Landesregierungen, angeführt von Bayern, drängen auf eine Erhöhung der Apothekenvergütungen. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach schlägt vor, die feste Gebühr für verschreibungspflichtige Medikamente von 8,35 Euro auf 9,50 Euro anzuheben. Zudem fordert sie die Bundesregierung auf, Apotheken zügig zu unterstützen.
2023 hatte der Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Apotheken vorgelegt. Dieser sah eine 25-prozentige Erhöhung der Gebühren für verschreibungspflichtige Arzneimittel, mehr Förderung für Landapotheken sowie Lockerungen beim Online-Versand vor. Der Vorschlag scheiterte jedoch im Bundestag.
Bayern bleibt weiterhin gegen Pläne, die es Pharmazeutisch-technischen Assistenten ermöglichen sollen, Apotheker zu ersetzen. Der Freistaat pocht auf strenge Berufsstandards, fordert aber gleichzeitig bessere finanzielle Rahmenbedingungen für den Sektor.
Die erneuerten Forderungen des Bundesrats unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die Apothekenfinanzierung. Sollte die geplante Gebührenerhöhung umgesetzt werden, hätte dies direkte Auswirkungen auf die Medikamentenkosten und den Apothekenbetrieb. Die Bundesregierung hat auf die jüngsten Appelle bisher noch nicht reagiert.






