22 March 2026, 00:04

München leuchtet für Eid – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt

Eine Gruppe von Menschen in roter und blauer Kleidung, einige mit Musikinstrumenten und Gepäckwagen, geht durch einen hell erleuchteten Flughafen mit Geschäften und Schildern im Hintergrund.

München leuchtet für Eid – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt

München war 2024 die einzige deutsche Großstadt, die das Ende des Ramadan mit einer auffälligen Lichtinstallation öffentlich würdigte. Die Fassade des Alten Rathauses erstrahlte in leuchtenden "Happy Eid"-Grüßen in 13 Sprachen – Teil einer breiter angelegten Initiative, um die Sichtbarkeit muslimischer Gemeinschaften zu fördern. Währenddessen sorgte in Stuttgart ein großes Gebetstreffen für unerwartetes Verkehrschaos, als Tausende Gläubige die Straßen füllten.

Die Münchner Aktion ging auf einen Stadtratsbeschluss von 2024 zurück, betitelt "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken". Die Verantwortlichen präsentierten die Illumination als Zeichen der Offenheit, um das muslimische Leben in der Stadt bewusster wahrnehmbar zu machen. Vizebürgermeister Dominik Krause (Grüne) richtete Glückwünsche an die Feiernden und wünschte allen ein frohes Fest mit den Worten "Eid Mubarak".

In Stuttgart versammelten sich am 20. März 2026 etwa 3.000 Muslime zum Eid-al-Fitr-Gebet. Der plötzliche Andrang blockierte Straßen und löste stundenlange Staus aus. Die Polizei, von der Größe der Veranstaltung überrascht, forderte Verstärkung an, um die Lage zu bewältigen. Unklar blieb, ob die Organisatoren die Zusammenkunft vorher angemeldet hatten.

Der Gebetstermin selbst dauerte etwa eine Stunde, doch als die Teilnehmer gleichzeitig den Ort verließen, spitzte sich die Verkehrssituation erneut zu. Unterdessen hatte auch Freiburg eine Lichtinstallation zum Fest geplant – diese wurde jedoch vor der Umsetzung sabotiert.

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Münchens symbolträchtige Beleuchtung machte die Stadt 2024 zur einzigen, die Eid offiziell feierte. Stuttgarts spontane Veranstaltung zog zwar große Menschenmengen an, führte aber zu massiven Verkehrsbehinderungen und erforderte Polizeieinsätze. Die gegensätzlichen Ansätze spiegeln die anhaltende Debatte über die öffentliche Anerkennung muslimischer Traditionen in Deutschland wider.

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